Schüler als Hochwasserscouts

Im Rahmen des Projekts durchforsteten die Schüler ihren Stadtteil nach Flutmarken. Hier setzen Gizem (l.) und Sabrin die Flutmarke mit einem selbst gebauten Messpegel in Szene. Foto: sk

Die Sturmflut 1962 als Projekt der Stadtteilschule Wilhelmsburg

von Steffen Kozieraz

Sie sind wohl die jüngsten Sturmflutexperten Hamburgs: Knapp vier Monate haben sich die Schüler der 8g der Wilhelmsburger Stadtteilschule jeden Montag intensiv mit dem Thema Sturmflut 1962 beschäftigt. Im Mittelpunkt ihrer einstündigen Präsentation in der Aula der Stadtteilschule standen jetzt drei Audio-Interviews mit Zeitzeugen.
Doch sind die Gespräche mit Zeitzeugen nur ein Teil des Projekts. Der 15-jährige Steven Steinbach fand das Deichbruchexperiment am spannendsten: „Wir haben erfahren, wie das Wasser durch den Deich hindurchsickert und wie Sandsäcke tatsächlich helfen.“ Von der Flut 1962 hatte er vor dem Projekt zwar schon gehört, aber dass es so viele Opfer gegeben hatte, war ihm nicht bewusst gewesen. Klassenlehrerin Ulrike Kröger zeigte sich stolz auf auf ihre Schüler: „Ich finde es toll, wie sie sich hier präsentiert haben. Dafür haben sie so viel gelernt: wie man Filme schneidet, wie man mit der Technik umgeht, wie man experimentiert und auch wie man so eine Präsentation organisiert.“
Als sogenannte „Profilklasse“ mit dem Schwerpunkt Naturwissenschaft beschäftigt sich die 8g intensiv mit der Elbe und dem Hochwasserschutz. Mit Ende der zehnten Klasse haben sie nicht nur ihren Realschulabschluss, sondern auch eine Ausbildung zum Hochwasserscout durchlaufen. Als Hochwasserscout informieren sie ihre Mitbürger in Wilhelmsburg darüber, wie man sich im Fall einer Sturmflut schützen und retten kann.
Die Interviews sind online auf www.sturmflut.hamburg.de zu hören. Dort lassen sich diese Beiträge auf einer interaktiven Landkarte anklicken. Dazu haben die Schüler zwei Stunden Tonaufnahmen mit Hilfe eines Radiojournalisten in einem Studio zusammengeschnitten und ihre Fragen neu eingesprochen.
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