Schon vor dem Baustart: Alle Wohnungen verkauft

Die WaterHouses werden auf Pfählen in einem Wasserbecken mit einer Oberfläche von rund 4.000 Quadratmetern gebaut. Foto: IBA (Foto: IBA)

Waterhouses: Fünf Wohnhäuser entstehen in einem Wasserbecken

Diese schicken Häuser würde man eher in Winterhude vermuten, nicht im sozial schwachen Stadtteil Wilhelmsburg: Bis Anfang 2013 entstehen an der Straße Am Inselpark südlich der Neuenfelder Straße fünf aufsehenerregende Wohnhäuser, die – weil sie auf Pfählen in einem riesigen Wasserbecken stehen – passenderweise WaterHouses heißen. In der vergangenen Woche wurde der Grundstein gelegt. Interessierte Käufer werden jetzt allerdings enttäuscht sein, denn alle 34 Eigentumswohnungen waren bereits verkauft, bevor die ersten Bagger überhaupt anrollten.
Das Wohnprojekt ist Teil der Internationalen Bauausstellung (IBA) und besteht aus vier Baukörpern mit jeweils drei separat erschlossenen, dreigeschossigen Wohneinheiten, sogenannten Triplex-Häusern. Das fünfte Gebäude wird der „WaterTower“ mit 22 Eigentumswohnungen auf neun Etagen. Die insgesamt 34 Wohneinheiten mit Größen zwischen 55 und 130 Quadratmetern waren bereits im Juni des Jahres verkauft. Der Kaufpreis liegt bei 2.750 Euro pro Quadratmeter.
Die Gebäude werden in einem 4.000 Quadratmeter großen Regenrückhaltebecken, das an das Wilhelmsburger Wettern- und Kanalsystem angeschlossen ist, im Passivhausstandard errichtet. Der Wärmebedarf kann ausschließlich über regenerative Energiequellen gedeckt werden. Dafür werden die natürliche Grundwasserwärme und die Sonneneinstrahlung eingesetzt: Eine Geothermie-Wärmepumpenanlage wird das Wasser zur Temperierung der Häuser nutzen. Solarthermie-Elemente in den Fassaden können die Grundversorgung mit Warmwasser sicherstellen. Zusätzlich werden die WaterHouses an das Fernwärmenetz angeschlossen. Zudem wird eine Gebäuderegelung die Frischluft- und die Energiezufuhr steuern und den Bewohnern Rückmeldung über ihren Verbrauch geben.
Die WaterHouses wurden bereits mit dem Vorzertifikat in Gold der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen ausgezeichnet. Künftig können die Gebäude auf Plus-Energie-Haus-Standard umgestellt werden – die entsprechende Vorrüstung für Photovoltaik-Anlagen auf den Dächern installiert.
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