Schlangenjagd am Erlerring

Anwohner Friedrich Gillessen hat die Schlangenjagd am Erlerring von seinem Balkon aus fotografiert. Foto: pr

Verirrte Ringelnatter hielt Polizei und Feuerwehr auf Trab

Solche spektakulären Notrufe bekommen die Beamten des Wilhelmsburger Polizeikommissariats nicht allzu oft: Eine drei bis vier Meter (!) lange Schlange würde sich in einem Keller eines Wohnhauses im Erlerring aufhalten, meldete ein besorgter Anwohner am Sonntagnachmittag. „Ganz so schlimm war es dann doch nicht“, berichtet Polizeikommissarin Gina Flasinski, die bei dem ungewöhnlichen Einsatz dabei war.
Zwei Streifenwagen und ein Löschfahrzeug der Feuerwehr rückten an, um das „Ungeheuer“ zu bändigen. Doch statt einer Riesen-Boa lugte nur eine gerade mal 80 Zentimeter kleine Ringelnatter zwischen zwei Altglascontainern hervor. „Zwar war die Schlange nicht so groß wie gedacht, doch wir Polizisten sind ja trotzdem keine Experten im Umgang mit Wildtieren“, so die Kommissarin. Wie also sollte man die aufgeregte Natter einfangen?
Anwohner Friedrich Gillessen hat die ersten vergeblichen Schlangenjagd-Versuche beobachtet und gleich ein paar Fotos geschossen. „Von unserem Balkon im vierten Stockwerk konnten wir sehen, wie ein Polizist mitten auf der Straße auf dem Boden kroch, und seine Kollegin lief mit einem langstieligen Besen herum“, erzählt er.
Doch auf diese Weise, so zeigte sich bald, konnte man das Tier nicht einfangen. „Glücklicherweise kam ein Anwohner dazu, der sich offenkundig mit Nattern auskannte“, so Gina Flasinski. Auf seinen Rat hin postierten sich die mit Metallkisten bewaffneten Beamten vor dem Glascontainer, während ein Feuerwehrmann von hinten Wasser in den Zwischenraum spritzte, um die Schlange aus ihrem Versteck zu treiben. „Als die Ringelnatter herauskam, packte der Anwohner mit seinen dicken Handschuhen beherzt zu“, erinnert sich die Polizeikommissarin. Danach habe man das verschreckte Tier in einer Plastikmülltonne verstaut und im ländlichen Moorwerder wohlbehalten ausgesetzt. „Die Natter hatte sich wohl verirrt“, schmunzelt die Polizistin.
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