Schiff rammt Brücke: Verkehrschaos auf A1

Bis die Brücken-Sanierung fertig ist, wird es eng auf der A1. (Foto: Christiane Handke-Schuller)
Wilhelmsburg. Folgenschwere Fehleinschätzung: Weil der Kapitän eines Binnenschiffes die Durchfahrtshöhe der Autobahn-Brücke über die Süderelbe zwischen Stillhorn und Harburg unterschätzt hat, kollidierte sein Schiff vergangenen Donnerstag gegen 5 Uhr morgens mit dem Bauwerk. Dabei wurde die Brücke auf einer Länge von 15 Metern schwer beschädigt: ein Hauptträger aus Stahl ist verdreht, Schweißnähte sind gerissen und es gibt Risse an kleineren Querträgern. Um die Brücke zu entlasten werden Lkw über 44 Tonnen über die Wilhelmsburger Reichsstraße umgeleitet. Zudem bleibt die Auffahrt zur A1 Richtung Süden an der Anschlussstelle Stillhorn gesperrt. Zudem musste die Brücke für die umfangreiche Sanierung in Fahrtrichtung Süden komplett gesperrt werden. Der Verkehr Richtung Süden wird über zwei Spuren auf der Gegenseite geführt. Wie lange es dauert, bis der Schaden behoben ist, ist noch unklar teilte die Verkehrsbehörde mit. Zuerst ist eine aufwendige Vermessung und anschließende statische Nachrechnung notwendig. „Der Schaden ist offenbar erheblich und muss genau aufgenommen und analysiert werden, um dann die Sanierung zu planen. Wir sind zuallererst der Sicherheit der Verkehrsteilnehmer verpflichtet. Wir bemühen uns selbstverständlich, während der Bauzeit so viele Fahrspuren wie möglich zu erhalten“, sagt Staatsrat Andreas Rieckhof. Dennoch müssen Autofahrer auf der A1 und den umliegenden Ausweichstrecken bis auf weiteres mit kilometerlangen Staus rechnen. Für den Kapitän wird der Vorfall ein Nachspiel haben: Gegen ihn ermittelt die Wasserschutzpolizei wegen gefährlichen Eingriffs in den Schiffsverkehr. Erschwerend kommt hinzu, dass er den Unfall erst Stunden später gemeldet hat.
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