Rotenhäuser Damm als Sackgasse?

Ein nur drei bis vier Meter breiter Zebrastreifen wird zum Zank- apfel: Die Schule Rotenhäuser Damm möchte die Querung vor ihrem Gebäude am liebsten schließen lassen. Foto: cvs

Grundschule setzt sich für Durchfahrtssperre ein – Keine Zustimmung der Polizei

Von Ch. v. Savigny.
Eine Schule will autofrei werden: Geht es nach den Verantwortlichen der Grundschule Rotenhäuser Damm, dann dürfte zwischen dem Schulgebäude und dem gegenüberliegenden Sprach- und Bewegungszentrum (SBZ) kein motorisiertes Fahrzeug mehr unterwegs sein. „Der Rotenhäuser Damm ist sowieso kaum befahren", sagt der stellvertretende Schulleiter Fikri Tekin. „Da kann man ihn eigentlich gleich ganz schließen."
Unter den wenigen Fahrern gebe es immer mal wieder einige Raser, die viel zu schnell durch die Straße führen. „Wir hatten schon ein paar heikle Situationen, weil Schüler die Autos aufgrund der parkenden Fahrzeuge erst sehr spät gesehen haben", so Tekin. Kurzfris-tig war für die Mittagszeit sogar ein Schülerlotse eingestellt worden.
Hintergrund: Die Grundschule Rotenhäuser Damm ist seit 2014 Ganztagsschule. Mindestens zwei Drittel der knapp 300 Schüler nutzen seither regelmäßig die Kantine und die Sporthalle im SBZ auf der anderen Straßenseite.
Für eine Sackgasse mit Wendehammer vor der Schule macht sich auch die SPD stark. „Sowohl für querende Kinder als auch für Autofahrer ist die Straße Rotenhäuser Damm hier unübersichtlich durch Bäume und parkende Autos", sagt der Wilhelmsburger Politiker Michael Weinreich, der für die SPD in der Bürgerschaft sitzt.
„Wir setzen uns für eine Durchfahrtssperre ein", so Weinreich. Der Wegfall der Trennung hätte den Vorteil, dass sich Kinder sicher zwischen den Gebäuden bewegen könnten. Weiterhin profitieren könnten nach Ansicht der SPD das benachbarte Haus der Jugend sowie ein Waldorfkindergarten, der gleich nebenan entstehen soll. Die SPD im Regionalausschuss hatte kürzlich einen entsprechenden Antrag verabschiedet, der zurzeit dem Bezirksamt vorliegt.
Wenig Verständnis gibt’s von der Wilhelmsburger Polizei: „Es gibt dort keinen Unfallschwerpunkt", sagt ein Beamter der Straßenverkehrsbehörde. Der Rotenhäuser Damm sei auf dem Revier „nie ein Thema" gewesen.
Auch als Schleichweg sei die Straße völlig unattraktiv, da man auf der parallel verlaufenden Georg-Wilhelm-Straße deutlich schneller vorankomme.
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