RIALTO...was nun ??

Hamburg-Mitte: Wilhelmsburg | ZITAT von RAIMUND SAMSON:

Im Mai hatte ich mit dem Orga-Büro des Rialto-Kino eine Veranstaltung vereinbart für den 10. Juli. Sechs Autoren, zwei Musiker plus mindestens noch mal so viele Freunde und Bekannte als Unterstüt-zer hatte ich bereits zusammen. Es wäre ein spannender Abend geworden mit Lesung und Musik. Wir hätten an diesem 10. Juli auch unseren Verein vorgestellt, das Kunstbüro Wilhelmsburg... ** Am Freitagabend sagte mir die verantwortliche Organisatorin wie nebenbei, daß unsere Veranstaltung ausfalle. Sie habe meine Telefon-Nummer nicht gehabt ... (aber mail-Adresse! - und zu Fuß sind es 3 Minuten !...) /// *** Ich bin ein gutmütiger Mensch ... + hatte drei Tage Zeit, über das Angebot nachzudenken, im August einen Ausweich-Termin zu nehmen. NEIN DANKE sage ich jetzt. Das RIALTO-Kino ist nicht auf mich, auf uns angewiesen - wir umgekehrt aber auch nicht auf das Rialto. Dieses Projekt wird mit 150 000 € (!!!) gesponsert, für einen ein halbes Jahr währenden Betrieb. Offenbar geht es den Verantwortlichen zu gut. Kürzlich war der von mir bewunderte Wim Wenders sogar in dem Kino. Da verlieren einige Leute anscheinend jedes vernünftige Maß und heben ab. Auswärtige Künstler werden hofiert - wir hier wie Deppen behandelt. Das erlebte ich schon mit der IBA. *** Ich hatte das Projekt bisher eher positiv gesehen - nun wird mir klar, hier passiert genau die Scheiße, die mir schon bei anderen Gentrifizierungs-Projekten übel aufstößt. Es gibt auch in der demokratischen sog. "Soziokultur" erkennbar Hierarchien, da mögen gewisse Leute noch so freundlich und nett tun. Das Kunstbüro mit seinen Aktiven und Freunden wirft keine Perlen vor die Säue, wir lassen uns nicht wie zweite Wahl behandeln. Die Basis für jede Kooperation ist Respekt. Wer mir/uns keinen Respekt entgegen bringt, mit dem kooperiere ich /kooperieren wir nicht. *RS*
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