Rettungshelfer für igs-Gäste

Gerd Riehm (61, l.) und Dennis Runge (23) machen eine Ausbildung zum Rettungshelfer. Während der Gartenschau sind sie für die Besucher da, leisten medizinische Hilfe, assistieren Rollstuhlfahrern oder helfen, ein verlorenes Kind zu suchen.

Arbeitslose für Gartenschau als Sanitäter geschult – im Anschluss Festanstellung beim DRK möglich

Wenn in vier Wochen die internationale Gartenschau (igs) beginnt, werden rund 20.000 Besucher erwartet – täglich! Um auch älteren und behinderten Gästen einen unbeschwerten Ausstellungsbesuch zu ermöglichen, bildet das Harburger Rote Kreuz derzeit 21 Rettungshelfer aus, die während der sechsmonatigen Schau für die Besucher da sein sollen. Den angehenden Sanitätern, die alle aus der Arbeitslosigkeit kommen, winkt im Anschluss eine Festanstellung beim DRK.
Für das ambitionierte Projekt ziehen DRK, Krankenhaus Groß-Sand und die Stiftung Berufliche Bildung (SBB) an einem Strang. Die dreimonatige Ausbildung soll Arbeitslosen eine Berufsperspektive geben und ist vor allem ausbaufähig: „Nach der Gartenschau können sich die Teilnehmer in acht Wochen zum Rettungssanitäter weiterqualifizieren“, so DRK-Koordinator Harald Krebs. „Mit der Option auf eine Festanstellung.“
Auch ältere Arbeitslose haben eine Chance. „Die Maßnahme ist altersoffen“, versichert Normen Niebuhr, Leiter der Schule für Gesundheit und Pflegeberufe bei der SBB. Rettungshelfer-Schüler Gerd Riehm ist mit seinen 61 Jahren der lebende Beweis: Der gelernte Optiker und langjährige Eventmanager ist seit zwei Jahren arbeitslos und schätzt seine Aussichten eher gering ein: „In meinem Alter ist es sehr schwer, einen Job zu finden“, sagt er. In der Notaufnahme und der Geriatrie von Groß-Sand lernt der 61-Jährige nun, ers-te Hilfe zu leisten, mit Rollstühlen umzugehen, Blutdruck zu messen oder beim Toilettengang zu assistieren. „Es ist wichtig, zunächst einmal die Scheu vor Kranken oder Behinderten abzubauen“, erklärt Pflegedienstleiterin Margit Mehlich. Gerd Riehm gefällt die Arbeit gut. „Ich habe die Rettungskette jetzt verstanden!“
Sein Mitschüler Dennis Runge (23) hat bereits Erfahrungen im medizinischen Bereich gesammelt – zu Hause mit seiner pflegebedürftigen Oma. „Bei einer fremden Person den Puls zu finden, ist aber schwieriger“, sagt er.
Während der Gartenschau werden die Rettungshelfer im Schichtdienst von morgens bis Sonnenuntergang als Fußstreife unterwegs sein, außerdem gibt es drei DRK-Container.
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