Rettende Spende für Mädchen-Projekt

Feuerwehrfrau statt Friseurin: Während der Berufsinformationstage schnuppern Wilhelmburger Schülerinnen in viele Berufe rein, die als Männerdomänen gelten.

Rose & Partner-Stiftung unterstützt Berufsfindungsaktionstage in der Honigfabrik mit 2.500 Euro

Es ist jedes Jahr das gleiche Problem: Damit die Berufsfindungsaktionstage für Mädchen stattfinden können, muss Nihada Moric vom Verein Dolle Deerns 5.000 Euro auftreiben. Jetzt kann sich aufatmen: Die Hamburger Rose & Partner-Stiftung greift dem Projekt unter die Arme und spendet die Hälfte der für 2015 benötigten Summe. „Jetzt können wir anfangen, für nächstes Jahr zu planen“, freut sich Moric.
Die Berufsfindungsaktionstage haben in diesem Jahr ihr 25-jähriges Jubiläum gefeiert. Sie werden von den Dollen Deerns und der Honigfabrik in Kooperation mit zwei Wilhelmsburger Schulen veranstaltet. Mit der Spende stehen die Chancen gut, dass auch im nächsten Spätsommer rund 100 Achtklässlerinnen zwei Tage lang in der Honigfabrik Berufe aus der gewerblich-technischen Branche kennenlernen können. Für die noch fehlenden 2.500 Euro hofft Moric auf die Unterstützung des Bezirks Mitte. Sie will nun einen Antrag stellen, um Geld aus dem Sondermittel-Topf der Bezirksversammlung zu bekommen. Die Rose & Partner-Stiftung fördert seit ihrer Gründung vor drei Jahren Bildungsprojekte für benachteiligte Kinder und Jugendliche. „Es hat sich aus meiner Sicht aufgedrängt, die Berufsfindungsaktionstage zu unterstützen“, sagt Bernfried Rose von der Hamburger Kanzlei Rose & Partner, die die Stiftung ins Leben gerufen hat. Er ist 2011 mit seiner Familie von St. Pauli nach Wilhelmsburg gezogen und hatte im Elbe Wochenblatt von der Sorge der Veranstalter gelesen, die Aktion 2015 nicht finanzieren zu können. Seine Partner und er unterstützen eine Reihe von regionalen Projekten – darunter auch die Mittagskinder in Kirchdorf-Süd. Zudem statten sie Bildungseinrichtungen mit PCs und Software aus und klären Kinder und Jugendliche auf der Homepage www.duimnetz.de über Sicherheit im Internet auf. Ob die Stifter ihre Spende an die Infotage wiederholen, steht noch nicht fest.
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