Rasende Flitzer Marke Eigenbau

Das Team Lightning am Start: 2016 schafften es die jungen High-Tech-Konstrukteure auf Platz Zwei der Hamburger Meisterschaft. Foto: pr
 
Team „Black Hawk“: Serhat Almas (v.l.), Benjamin Botzki, Semanur Uzun und Seyyid Kalender aus der zehnten Klasse tüfteln am Computer an der Konstruktion. Foto: pr

Stadtteilschule Stübenhofer Weg richtet erstmals Wettbewerb „Formel 1 in der Schule“ aus

Gaby Pöpleu, Wilhelmsburg.

Beim Start gib es einen Knall, dann sausen die selbstkonstruierten Mini-Boliden über die 20 Meter lange Rennstrecke – und kommen im Idealfall in gut einer Sekunde heil ins Ziel: Am Sonnabend, 17. Februar, werden in der Stadtteilschule Stübenhofer Weg die Hamburger Landesmeisterschaften des Wettbewerbs „Formel 1 in der Schule“ (F1) zum ersten Mal in einer Schule ausgetragen. Bisher fand die Veranstaltung in der Messehalle Schnelsen statt.Unterstützt wird das Rennevent von Nordmetall (siehe Infokasten). „Die kennen unsere Schule schon vom Winterfest, an dem sie regelmäßig teilnehmen“, sagt Lehrerin Ljubica Sabadija-Pritzkat, Abteilungsleiterin Klasse fünf und sechs, „Da wird die Rennbahn auch hier aufgebaut.“ Dann wird sogar die Straße gesperrt, damit ein riesiger LKW vorfahren kann.
In 2018 nehmen 32 Rennteams aus ganz Hamburg teil, bis auf die Stadtteilschule Stübenhofer Weg alles Gymnasien. „Unsere Schüler können das auch“, sagt Physik- und Mathelehrerin Marion Helgelhaupt mit einigem Stolz. Sie leitet das Projekt seit 2013 zusammen mit ihrem Kollegen Gerd Wilkens.
Größter Erfolg war der
Vizemeister-Titel
Zwei Teams der Stadtteilschule Stübenhofer Weg nehmen teil. Die Neunt- und Zehntklässler haben sich lange vorbereitet, haben Freizeit und Grips investiert. Besonders erfolgreich war die Stadtteilschule Stübenhofer Weg 2016: Ein Team aus fünf Achtklässlern, errang den Hamburger Vizemeistertitel bei den Junioren. Die fünf Jungs hatten zuvor drei Jahre gemeinsam am Erfolg geschnitzt. 2016 landete das beste Schulteam auf Platz fünf.
Auch die Älteren konstruieren ihre F1-Rennwagen am Computer selbst, stellen sie an schuleigenen computergesteuerten Fräsmaschinen selbst her, denken sich Teamnamen und Präsentation in der „Team-Box“, einer Art Messestand, aus. „Das ist richtig viel zu tun“, sagt Marion Hengelhaupt, „Aber die Schüler sind so konzentriert bei der Arbeit, dass sie oft nichtmal in die Pause gehen wollten. Da habe ich auch dazugelernt.“ Jetzt dürfen die Schüler ihrer Arbeitsrhythmus beim F1-Projekt selbst bestimmen, „Wie in der Projektarbeit in der Arbeitswelt auch üblich“, erklärt Helgelhaupt. „Das funktioniert super. Man lernt dabei ganz viel über Zeitmanagement“ Denn zum Wettbewerb muss alles fix und fertig sein.
Die öffentlichen Rennen laufen von 9 bis 16 Uhr, zur Siegerehrung hat sich Schulsenator Ties Rabe angekündigt. Der Eintritt ist frei.

Der Wettbewerb

Der Wettbewerb „Formel 1 in der Schule“ ist ein internationaler Technologiewett­bewerb, bei dem Schüler von 11 bis 19 Jahren einen Mini-Formel 1-Rennwagen am Computer entwickeln, herstellen, testen und anschließend ins Rennen schicken. Bewertet werden dann Konstruktion, Ferti­gung, Reaktionszeit, Fahrzeuggeschwindigkeit, Business­plan und Präsentation.Das Ziel der unter anderem vom Verband der Metall- und Elektroindustrie „Nordmetall“ geförderten veranstaltung ist es, die von der „großen“ Formel 1 ausgehende Faszination für Jugendliche zu nutzen: Sie sollen mit einem spannenden Lernerlebnis Einblick in Produktentwicklung, Technologie und Wissenschaft bekommen, und sich möglichst auch für technische Berufe interessieren.
Die Mini-Flitzer treten in Regionalwettkämpfen und einer Deutschen Meisterschaft treten gegeneinander an. Das Siegerteam vertritt Deutschland bei der F1 in Schools Weltmeis­terschaft, die jährlich im Vorfeld eines Formel 1 Grand Prix stattfindet und darf auch beim Grand Prix zuschauen.
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