Ran an die Bücher!

Wilhelm Kelber-Bretz organisiert die Lesewoche jedes Jahr mit vielen Unterstützern, um Wilhelmsburger Kinder für Bücher zu begeistern. (Foto: pr)
 
Kirsten Boie, Kicherbuchautorin und Schirmherrin der Lesewoche, liest jedes Jahr Wilhelmsburger Kindern vor. (Foto: pr)

11. Wilhelmsburger Lesewoche: Interview mit dem Initiator Wilhelm Kelber-Bretz

Vom 10. bis zum 14. November dreht sich auf der Elbinsel alles um das Thema Lesen. Dann veranstaltet das Forum Bildung Wilhelmsburg (FBW) die mittlerweile 11. Lesewoche „Die Insel liest“, bei der jedes Jahr tausende Kita- und Grundschulkinder mitmachen. Das Elbe Wochenblatt hat mit Wilhelm Kelber-Bretz, dem Initiator der Lesewoche, gesprochen.

Elbe Wochenblatt: Warum haben Sie die Lesewoche ins Leben gerufen?
Wilhelm Kelber-Bretz: 2002/03 standen besonders die festgestellten Schwächen der Wilhelmsburger Kinder bei der Lesekompetenz im Zentrum der pädagogischen Diskussion. Diese war und ist die Grundvoraussetzung für das Lernen insgesamt. Da haben wir dann direkt angesetzt.

Ist sie heute so wichtig für die Elbinsel wie vor 11 Jahren?
Ich glaube, dass die Lesewoche heute fast noch wichtiger geworden ist, weil sie zum jährlichen Ablauf der Schulen nun fest integriert ist und weil wir immer wieder neue und bessere Projekte in den letzten Jahren entwickelt haben, die immer mehr Kinder auf unterschiedlichen Ebenen ansprechen, von den Kitas angefangen.

Was macht Ihnen am meisten Spaß an der Lesewoche?
Toll ist zunächst, dass seit vielen Jahren ganz viele Menschen aus sehr unterschiedlichen Einrichtungen bei der Vorbereitung und Durchführung mitmachen, das macht Spaß, ist bereichernd für alle und bringt immer wieder neue Ideen hervor. Am meisten Spaß macht mir persönlich immer noch der Lesewettbewerb der Viertklässler im Bürgerhaus, als Abschluss und absoluter Höhepunkt der Lesewoche.

Warum ist es wichtig für Kinder, Bücher zu lesen?
Unsere langjährige Schirmfrau Kirsten Boie hat es immer kurz und knapp auf den Punkt gebracht: 1. Man kann in andere Welten eintauchen, 2. es entstehen Bilder und Fantasien im Kopf und 3. man erfährt ganz viel und kann dadurch auch in anderen Bereichen viel besser lernen.

Wie geht es 2015 weiter?
Die Bildungsbehörde hatte mir vor einiger Zeit mitgeteilt, dass meine bisherige halbe Stelle als Geschäftsführer des FBW nicht mehr von ihr finanziert werden kann. Nach einem intensiven Gespräch in der letzten Woche scheinen jedoch alle Projekte, also auch die Lesewoche, nun für die nächsten Jahre gesichert zu sein.

Preuschhof-Preis für Kinderliteratur 2014
Mit dem Preuschhof-Preis für Kinderliteratur will das Forum Bildung Wilhelmsburg ab sofort gemeinsam mit der Preuschhof-Stiftung im Rahmen der Lesewoche Autoren auszeichnen, die Bücher für Erstleser schreiben. In diesem Jahr gab es rund 100 Einsendungen von Verlagen und Autoren. Zuerst traf eine sechsköpfige Experten-Jury eine Vorauswahl von zehn Titeln. Anschließend kürte eine Kinder-Jury aus 350 Grundschülern Luise Holthausen zur ersten Preisträgerin für ihr Buch „Bärenstarke Anna“. Kultursenatorin Barbara Kissler wird Holthausen den mit 1.000 Euro dotierten Preis am Dienstag, 18. November, kurz vor dem Lesewettbewerb im Bürgerhaus überreichen. AS

Lesewoche:Termine
Mittwoch, 12. November, 19.30 Uhr: Werkstattlesung „Wörter an die Macht“, Bücherhalle Wilhelmsburg, Vogelhüttendeich 45, für Erwachsene, Eintritt frei
Montag, 17. November: Die Gewinnerin des Preuschhof-Preises Luise Holthausen liest für Kita- und Grundschulkinder in der Bücherhalle Wilhelmsburg, Anmeldung per E-Mail an Maren Töbermann:
preuschhofpreis@gmx.de
Dienstag, 18. November: ab 10 Uhr Lesewettbewerb der Viertklässler im großen Saal des Bürgerhauses, Mengestraße 20. Größere Gruppen bitte bei Wilhelm Kelber-Bretz unter Tel. 42 88 25 136 anmelden.
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