Pflanzenklau im Inselpark

Im Inselpark nehmen Pflanzendiebstähle zu. Hier hat jemand eine Pflanze geklaut. Foto: Helga Arp

Schon wieder Hochbeete geplündert

Im Inselpark geht ein Pflanzendieb um. Stockrosen, Lavendel und Salatköpfe – nichts ist vor den ihm sicher. Dabei kann man die Pflanzen in jedem Supermarkt für wenig Geld kaufen. Die Hochbeete des Heimatgartens wurden bereits zum dritten Mal geplündert.
Helga Arp vom „Interkulturellen Garten in Wilhelmsburg“ ist fassungslos. Ihr Verein bepflanzt und pflegt die Beete zusammen mit Geflüchteten der Wohneinrichtung am Kurdamm. „Dieses ehrenamtliche Engagement bereichert nicht nur den Alltag der Geflüchteten, es ist auch für den Park von großer Bedeutung“, betont Eva Henze, Abteilungsleiterin für den Inselparks und Planten un Blomen beim Bezirk Hamburg-Mitte. „Es ist ein tolles Mitmachangebot für Anwohner, sorgt für eine noch größere gärtnerische Vielfalt im Park und kostet den Steuerzahler keinen Cent“.
Vom Pflanzenklau sind nicht nur die Beete des Heimatgartens betroffen. Leider kommt es auch in anderen Bereichen des Inselparks immer wieder zu Diebstählen.
Sören Stein, technischer Leiter der Grünanlage, hat vor allem Verluste in den Containerbeeten entlang der Hauptachse zu beklagen: „Wir haben dieses Jahr bereits 1.000 Stauden nachgepflanzt. Nur wenige Tage später fehlten die ersten Exemplare schon wieder. Ich verstehe einfach nicht, wie man so wenig Respekt vor fremdem Eigentum haben kann“.
Dass es sich bei dem Phänomen nicht um ein „Wilhelmsburger Problem“ handelt, zeigt der Blick nach Planten un Blomen. Dort ist man schon vor Jahren dazu übergegangen, einzelne Gewächse regelrecht zu sichern.
Pflanzenklau ist kein Kavaliersdelikt. Das Problem ist, dass man die Täter nur in seltenen Fällen erwischt. Helga Arp lässt sich unterdessen nicht unterkriegen: „Wir machen natürlich weiter, aber wenn der Pflanzenklau nicht aufhört, dann werden die Beete in Zukunft nur noch mit unattraktiven Saatmischungen bepflanzt“. Schade eigentlich.
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