Open-Air am Deich

Der Gewerbehof am Deich hat sich zu einem Eldorado für Musiker entwickelt. Ein Mal im Jahr organisieren hier Andreas Oppermann (v.l.), Jan Becker und Rolf Pifnitzka von Verein Kulturdeich Veddel die Embankment Party mit viel ehrenamtlicher Hilfe.

Kulturdeich Veddel lädt zur Embankment Party am 22. und 23. August

Was vor neun Jahren als kleine Geburtstagsparty begann, hat sich zu einem Open-Air-Festival mit rund 1.000 Besuchern entwickelt: Am Freitag, 22., und Sonnabend, 23. August veranstaltet der Verein Kulturdeich Veddel wieder seine „Embankment Party“ – umsonst und draußen! Auch wenn der englische Name für den Deich am Party-Gelände steht, wird seit Jahren auf dem großen Gewerbehof gegenüber gefeiert. Zu erreichen ist das Gelände über die Straße Georgswerder Bogen 11.
„Früher saßen wir mit ein paar Leuten auf dem Deich, und die Bands sind hier aufgetreten“, sagt Andreas Oppermann und zeigt auf seinen kleinen Garten, der von einem Flachbau umrahmt wird. In dem alten Gebäude hat der Musiker vier Proberäume und ein Tonstudio eingerichtet. Zurzeit nutzen knapp 50 Musiker Oppermanns Tonstudio, dass er „Carajo Distorsion“ getauft hat.
Als er 2006 etwa 15 Freunde zu seinem Geburtstag einlud, holte jeder spontan sein Instrument raus, erzählt Oppermann. „Das Wetter war gut, man hat niemanden gestört“, erinnert er sich. Im Jahr darauf feierte ein Freund mit, und schon kamen 150 Gäste an den Deich. Dann wollten immer mehr befreundete Musiker mitmachen, auch aus einer Not heraus, wie Oppermann erklärt: „In Hamburg gibt es kaum Auftrittsmöglichkeiten.“ Wenn Bands in einem Club auftreten möchten, müssten sie meistens in Vorkasse gehen und selbst dafür sorgen, dass der Laden voll wird. Für Musiker, die neu in der Stadt sind, sei das sehr schwierig. Auch Schülerbands hätten in Hamburg kaum Möglichkeiten aufzutreten. Deshalb stehe bei jeder Embankment Party eine Nachwuchsband auf der Bühne, so Oppermann.
Seine Mitstreiter und er haben sich noch ein weiteres Ziel gesetzt: Sie wollen verschiedene Genre und damit Zuschauergruppen mischen, was in Hamburg auch selten sei. Am 20. August können sich Festival-Besucher deshalb auf Punk, Crossover, Rock, Technometal, New Metal, Ska, Jazz-Rock, Elektro und eine Musikperformance freuen.
Trotz der Größe, zu der das Festival angewachsen ist, verlangen Oppermann und seine Mitstreiter keinen Eintritt. Damit das funktioniert, übernimmt eine treue Gruppe ehrenamtlicher Helfer den Auf- und Abbau, und alle Musiker, die auftreten, verzichten auf ihre Gagen.
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