Ohne Strom lief gar nichts

Seit Dienstagnachmittag hat die „Container“-Post am Wilhelm-Strauss-Weg wieder geöffnet. Foto: ad

Postfiliale im Container war mehr als 24 Stunden außer Gefecht

von Angela Dietz

Wer bei der Post am Wilhelm-Strauss-Weg vergangenen Montag Briefmarken besorgen oder Geld überweisen wollte, stand vor verschlossener Tür. Zunächst hieß es gerüchteweise, Metalldiebe seien nachts am Werk gewesen, dann sogar, die Postfiliale sei komplett ausgeraubt. Beides falsch.
„Der Stromkasten ist manipuliert worden“, erklärte Jens-Uwe Hogardt, Post-Sprecher in Hamburg zunächst. „Die Post selbst ist nicht aufgebrochen worden, aber völlig ohne Strom.“ Ohne Strom funktioniert kein modernes Unternehmen, auch die Post und die Postbankgeschäfte laufen alle über Rechner, nicht zu vergessen Kassen, Waagen, Licht und Heizung.
Die Aussage des Post-Sprechers wurde später durch die Polizei relativiert: Durch einen Verkehrsunfall sei der Stromkasten schon vorher beschädigt gewesen. Dieser Stromkas-ten versorgt die Post, die derzeit in einem Behelfscontainer untergebracht ist, mit Elektrizität. Ob jemand den nun leicht zugänglichen Kasten zusätzlich manipuliert hatte, wusste die Polizei nicht zu sagen. Post-Sprecher Hogardt konnte auf nochmalige Nachfrage eine Manipulation weder bestätigen noch dementieren.
Die Kunden mussten bis zur Veringstraße fahren, um ihre Postangelegenheiten zu erledigen. Und die Angestellten? Bekamen sie überraschend freie Tage geschenkt? „Nein, ganz und gar nicht“, erzählt eine Postangestellte, die ihren Namen nicht in der Zeitung lesen möchte. „Wir saßen da, ohne Licht, ohne Heizung und mussten warten.“ Das Warten dauerte bis Dienstagnachmittag. Dann gab es wieder Strom.
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