Oh, ALTONA

Hamburg: Altona |

Oh, Altona

Kreischende kleine Möwe,
über der Elbtreppe,
vesuchst über sie zu fliegen,
blickst in den Abgrund,

Harte Zeiten,
in einem harten Stadtteil,
am Strom - zum Meer,
sollst kein Platz haben,
an den man flüchten könnte,
hier gibt’s so gut wie nichts umsonst,

Eine Nutte stand mal an der Ecke,
wartete auf einen Freier,
ein Besoffener lagt auf dem Gehweg,
und schlief im Regen,

Sie verbergen ihre Gesichter,
verbergen ihre Augen,
denn der Stadtteil gräbt sich um,
und sie wissen warum,

Oh, Altona,
es ist schwer, einfach nur zu leben,
Oh, Altona,
es ist schwer, einfach nur zu leben, einfach nur zu leben,

Holt eure Brüder,
holt eure Schwestern,
geht raus auf die Strasse,
und zeigt euch, zeigt euch,
das ihr nicht alles so hin nimmt,

Könntet auch am Stadtrand,
oder auf dem Lande leben,
dort wo die Wiesen noch grün sind,
und niemals zurück kehren,
bis zum Tage,
an dem ich sterbe,

Oh, Altona,
Mann, es ist sehr schwer geworden,
einfach nur zu leben,
Oh, Altona,
Mann, es ist schwer, einfach nur zu leben, einfach nur zu leben
© E.H. 2013
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