Ölwechsel ist Frauensache!

Können weit mehr als kichern und sich die Fingernägel lackieren: Diese Girls zeigten im Kfz-Technik Kurs von Mechanikerin Berit Ehmke echtes Talent. Foto: sd (Foto: sd)

Mädchen-Berufsfindungstage in der Hofa: Kfz-Berufe sind der Renner

von Sabine Deh

Die Honigfabrik war wieder zwei Tage lang fest in weiblicher Hand. Zum mittlerweile 21. Mal veranstaltete das Kommunikationszentrum in der Industristraße die Berufsfindungsaktionstage (BFAT) für Mädchen. Rund 80 Schülerinnen aus den achten Klassen der Nelson Mandela Schule und der katholischen Bonifatiusschule nahmen das Angebot an und schnupperten in zehn verschiedene Berufsfelder hinein.
Das Besondere: Die einzelnen Berufe werden ausschließlich von weiblichen Referenten vorgestellt. Erstmals wurden die Bereiche Radio und Technisches Zeichnen angeboten. Darüber hinaus Holz, Büro, Elektro, Schneiderei, Kraftfahrzeugtechnik, Gesundheit, Apotheke und Veranstaltungstechnik. Am schnellsten war in diesem Jahr der Kfz-Technik-Kurs belegt, den die Mechanikerin Berit Ehmke anbot. Im blauen Arbeitskombi strahlten die Girls dieser Gruppe über das ganze Gesicht, als sie in der Werkstatt einen Ölwechsel vornahmen, Zündkerzen austauschten, Kontakte prüften und Reifen wechselten. „Das macht so viel Spaß“, freute sich die 13-jährige Evelina Arenja aus der Nelson Mandela Schule. „Außerdem können wir unser neues Wissen sicherlich irgendwann in der Praxis anwenden“, fügte ihre Mitschülerin Arlinda Veseli (14) hinzu und wischt sich lächelnd einen Ölfleck aus dem Gesicht.
Die Organisatorinnen vom Mädchenarbeitskreis Wilhelmsburg, aus dem Mädchentreff Kirchdorf-Süd, IN VIA Starklar, Haus der Jugend Kirchdorf und der Honigfabrik wollen den Mädels zeigen, dass es außer dem Beruf der Arzthelferin und den der Frisörin noch viele andere spannende Bereiche gibt. Dieses Angebot hat sich längst zum Renner entwickelt und ist jedes Jahr im Handumdrehen ausgebucht. „Nebenbei stellen die Mädchen oft fest, dass sie durchaus handwerkliches Geschick haben. Egal, was Vater, Onkel oder der große Bruder ihnen häufig prophezeit habe“, so Maren Tobel von der Honigfabrik.
Finanziert wurde das Projekt dieses Mal über Gelder aus dem LOS-Topf und dem Amt für Jugend. Außerdem beteiligten sich die teilnehmenden Schulen an den Kosten.
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