Nur Hunde sollten hier baden

Badespaß für Vierbeiner: Anja Dierking lässt ihre Hunde nach Stöckchen suchen. (Foto: cvs)

Elbstrand Finkenriek: Umweltbehörde rät wegen starker Strömung und Keimen vom Schwimmen ab

von Christopher v. Savigny

An diesem schönen Sommerabend herrscht am Strand von Finkenriek ausnahmsweise gähnende Leere. Nur zwei junge Frauen sitzen auf der Treppe, die über den Deich führt, und genießen die wärmenden Sonnenstrahlen. „Schön ruhig hier heute“, freuen sich Marta und Aleksandra (beide 20) aus Wilhelmsburg.
Normalerweise ist der idyllische Uferabschnitt im Süden der Elbinsel überaus beliebt. „Man kriegt das richtige Urlaubsfeeling“, sagt Aleksandra. „Ich bin schon als kleines Kind hier gewesen, und bei schönem Wetter komme ich jetzt immer noch fast jeden Tag! Obwohl der Strand klein ist, findet man eigentlich immer einen Platz.“
In den vergangenen Jahren sind Bäume und Sträucher vor Ort ganz schon groß geworden und lassen den Strand noch urwüchsiger aussehen. Eltern und Kinder freuen sich über den Schatten, den die Pflanzen spenden, abends wird gerne bei Hafenatmosphäre gegrillt. Theoretisch könnte man auch schwimmen gehen, doch dafür ist es momentan noch zu früh: Gerade mal 17,4 Grad Wassertemperatur wurden laut Umweltbehörde (BSU) zuletzt gemessen. Außerdem ist das Schwimmen nicht jedermanns Sache. „Früher bin ich oft reingegangen, jetzt nicht mehr“, berichtet Marta. „Ich glaube zwar nicht, dass man sich dort etwas holen kann, aber ich habe einfach keine Lust mehr drauf.“
Andere sind da nicht so zimperlich: Die beiden Hunde Aaron (5) und Ro-cky (2) haben offensichtlich großen Spaß daran, sich immer von Neuem in die Fluten zu werfen. „Für uns ist das der ideale Ort“, sagt Hundehalterin Anja Dierking. „Wo hat man sonst so viel Platz für seine Hunde?“ Nein, selbst würde sie nicht baden gehen wollen. „Die Strömung ist zu stark!“
Auch die Umweltbehörde rät generell vom Baden ab. Nicht nur wegen der Strömung: „Wenn größere Schiffe vorbeifahren, entsteht oft Sog oder Schwell, der ungeübten Schwimmern gefährlich werden kann“, sagt Sprecher Frank Krippner. Nach starken Regenfällen sei das Elbwasser zudem häufig mit Keimen belastet. Also: Vorsicht ist geboten!
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