„Nullneun“-Treffen am Vogelhüttendeich

Die Organisatoren des „Nullneun-Treffen“ mit (h.v.l.) Uwe Hansen, Michael Czyperek, Hardy Beiersdorf, Andreas Müller (hinten, v.l.), Horst Bonus, Gianni Ferraris, Reinhard Jobczyk und Frank Bodendorf (vorn, v.l.). Foto: uha

114 Ehemalige des früheren „Wilhelmsburger
Fußball-Verein von 1909“ feierten ein Wiedersehen

Von Uwe Hansen.
„Das haben wir nicht erwartet“, resümierte Reinhard Jobczyk, letzter Erster Vorsitzender des „Wilhelmsburger Fußball-Verein von 1909“, der 1972 in der Fusion „WSV 93“ aufging und im Volksmund bundesweit kurz nur „Nullneun“ genannt wird. „Mit 30 bis 40 Personen hatten wir gerechnet, aber es kamen 114 Ehemalige zum Wiedersehen-Treffen in das Vereinshaus am traditionsreichen Sportplatz Vogelhüttendeich, der einst bis zu 10.000 Zuschauer erlebte.
Michael Czyperek, in der „Nullneun“-Jugend groß geworden und längst auf Zingst an der Ostsee lebend, war die treibende Kraft für das Wiedersehensfest der altersbedingt schrumpfenden „Nullneun“-Familie. Für die Organisation des Treffen fand er vor allem in ehemaligen Ligaspielern der jüngeren Generation Mitstreiter wie Gianni Ferraris, Hardy Beiersdorf, Frank Bodendorf und Andreas Müller.
Aber auch die Oldies Reinhard Jobczyk, der die Begrüßungsansprache hielt, und Horst Bonus unterstützten das Treffen. Uwe Hansen – er wirkte vier Jahrzehnte als Sportredakteur bei den Gazetten im Süderelberaum – schmückte den Kabinengang mit zahlreichen Zeitungsberichten aus den glorreichen „Nullneun“-Zeiten. Und: Aus der Gründerzeit, als der Verein vor dem Ersten Weltkrieg noch „FC Pretoria“ hieß.
„Weißt Du noch …“, war der wohl meist gesprochene Satz auf dem Treffen. Vor allem alte Fotos kreisten bei den Anwesenden. Aber auch alte schwarz-gelbe Trikots wurden gezeigt. Gerd „Eddl“ Becker, 1963 Hamburger Torschützenkönig, brachte sogar zwei Goldmedaillen als zweimaliger Final-Gewinner (1964 gegen die „Millionaris“ von Bergedorf 85 mit 6:2 und 1965 gegen Germania Schnelsen 2:1) des „Heino-Gerstenberg-Pokal“ mit.
Unter den Anwesenden aber auch Torwart-Legenden wie Karl-Heinz „Kuddl“ Dechow, Klaus Hammeley, Michael Sziedell und Maik Stricker. Stolz war „Nullneun“ einst insbesondere auf seine Mittelstürmer, die oft in die Hamburger Amateur-Auswahl berufen wurden. Zum Treffen kamen denn auch die einstigen Torjäger Winfried „Winni“ Warszta, Gerd „Eddl“ Becker, Karlheinz „Stickel“ Novotny, d’ Amato, Günter Krok, Jörn Stahlhut und Jürgen „Szepan“ Szepanek, die größtenteils Hamburger Fußball-Geschichte geschrieben haben.
Fazit: Ein gelungenes „Nullneun“-Treffen, „das in zwei Jahren wiederholt werden soll“, versprache Chef-Organisator Michael Czyperek.
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.