Noch eine Staufalle im Süden

Die Köhlbrandbrücke ist nicht nur ein Wahrzeichen Hamburgs, sondern als Teil der Haupthafenroute auch eine wichtige Verkehrsader. (Foto: Christiane Handke Schuller)

Köhlbrandbrücke wird bis Ende Oktober saniert

Autofahrer, die in den Süden Hamburgs unterwegs sind, brauchen zurzeit gute Nerven. Gleich mehrere Mega-Baustellen sorgen für Dauer-Staus: Seit Monaten ist die A7-Anschlussstelle Heimfeld gesperrt. Und ab sofort wird auch noch die Köhlbrandbrücke saniert, obwohl parallel dazu Arbeiten im Elbtunnel laufen, für die bis zum 11. Juli zeitweise mehrere Röhren gesperrt werden müssen. Damit ist die einzige Ausweichstrecke im Hafenbereich bis voraussichtlich Ende Oktober die nächsten Staufalle im Hamburger Süden.
• Was muss saniert werden?
Im Auftrag der Hafenbehörde HPA werden unter anderem der Korrosionsschutz und Asphalt erneuert. Zudem entsteht am Ostpylon, einem der beiden in die Höhe ragenden Träger, ein neuer Fahrbahnübergang. Die 3,8 Millionen Euro teuren Arbeiten sind Teil des Grundinstandsetzungsprogramms der 1974 eröffneten Brücke, das 2016 abgeschlossen sein soll. Trotz der Sanierung sind die Tage der Brücke gezählt, denn die Stahl-Beton-Konstruktion weist Mängel auf. Nach aktuellen Untersuchungen kann die Brücke noch rund 20 Jahre wirtschaftlich betrieben werden.
• Wie viele Fahrzeuge nutzen die Brücke?
Nach Angaben der HPA rollen täglich über 36.000 Fahrzeuge, davon rund 12.000 Lkw, über die 3,6 Kilometer lange Brücke, die Teil der Haupthafenroute ist und die A7 mit den Containerterminals verbindet.
• Wird die Brücke ganz gesperrt?
Nein. Während der Bauarbeiten bleibt eine Fahrspur frei. Der Verkehr wird in beide Richtungen um die Baustelle herum geleitet. Dennoch rät die HPA, die Brücke in Spitzenzeiten von 6 bis 8 Uhr und 14 bis 17 Uhr weiträumig zu meiden.
• Warum wird gerade jetzt gebaut?
Laut Wirtschaftsbehörde sind die Arbeiten dringend notwendig. „In den nächsten Jahren steht der Ausbau der A 7 an und wir müssen mit der Infrastruktur im Umfeld ,durch’ sein, um den Verkehrsfluss zu gewährleisten“, erklärt Helma Krstanoski, Sprecherin der Wirtschaftsbehörde. Laut HPA ließen sich die Arbeiten nicht verschieben, weil sie witterungsabhängig sind. Zudem habe man die Arbeiten bereits 2012 bei der Hamburger Baustellenkoordinierung angemeldet, so HPA-Sprecherin Sinje Pangritz.
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.