Neues Eltern-Kind-Zentrum: Einfach vorbeikommen!

Anette Trede (l.) und Anna Myslinska, die beiden Leiterinnen des Eltern-Kind-Zentrums.

SterniPark: Nach einem halben Jahr Probezeit Einrichtung offiziell eröffnet

Schon im März hatte das Eltern-Kind-Zentrum (EKiZ) des Vereins SterniPark still und leise seinen Betrieb aufgenommen, doch erst in der vergangenen Woche wurde die Einrichtung in der Schönenfelder Straße 5 offiziell eröffnet. „Mit nun knapp 40 Eltern-Kind-Zentren ist dieses Angebot bald flächendeckend in Hamburg vertreten“, freute sich Jan Pörksen, Staatsrat der Sozialbehörde.
Das EKiZ bietet Eltern von kleinen Kindern Hilfestellung in Erziehungfragen, berät über Förder- und Bildungsmöglichkeiten, unterstützt bei der Wohnungssuche oder bei Behördengängen. „Die Sprache ist oft das größte Problem“, berichtet Anna Myslinska, eine der beiden Leiterinnen des EKiZ. Deshalb bietet die Einrichtung einen Deutschkurs für Mütter an, der in den nächsten Tagen startet. Zwölf Frauen lernen ein Jahr lang täglich fünf Stunden die deutsche Sprache, während ihre Kinder in Kita, die sich ebenfalls im Hause befindet, betreut werden.
„Anfangs war es schwierig, die Frauen hierherzubekommen“, berichtet Leiterin Anette Trede. „Wir mussten erst Vertrauen aufbauen.“ Doch offenbar ist das gelungen: Der Deutschkurs ist voll besetzt, einigen Bewerberinnen musste sogar abgesagt werden. Auch die Beratungsangebote werden gut angenommen. „Durchschnittlich kommen 30 Mütter pro Monat zu uns“, so Anna Myslinska.
Neben den Sprachschwierigkeiten sei die Wohnungssuche eines der drängendsten Probleme. „Wir bemerken, dass die Mieten gestiegen sind“, berichtet Myslinska. Sie habe eine alleinerziehende Mutter bei der Wohnungssuche unterstützt, mit Genossenschaften telefoniert, sie zu Besichtigungen begleitet. „Trotz Dringlichkeitsschein hat sie nur Absagen bekommen“, so die EKiZ-Leiterin. Unter großem Aufwand habe es schließlich geklappt. „Aber es war eine schwere Geburt!“
Wichtig ist den EKiZ-Mitarbeitern, dass ihre Türen für alle Eltern offen sind. „Man kann einfach vorbeikommen, braucht keine Bewilligungen oder Scheine“, betont SterniPark-Geschäftsführerin Leila Moysich.
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.