Neues Containerdorf auf altem igs-Parkplatz

Noch stehen nicht alle Container, Mitte November soll die neue Flüchtingsunterkunft in der Dratelnstraße fertig sein.

Innenbehörde eröffnet Außenstelle der Zentralen Erstaufnahme für Flüchtlinge in der Dratelnstraße

Im vergangenen Jahr parkten dort igs-Besucher ihre Autos, jetzt leben in der Dratelnstraße Flüchtlinge in Wohncontainern. Während die Arbeiten in der neuen Unterkunft noch im vollen Gange sind, bezogen vergangene Woche die ersten Bewohner die neue Zentrale Erstaufnahme (ZEA) in der Dratelnstraße. Das Wochenblatt beantwortet die wichtigsten Fragen.
Wann wird die Unterkunft fertig sein?
Mitte November. Bis dahin muss eine Zuleitung zum Abwassernetz erfolgen, heißt es aus der zuständigen Innenbehörde.
Wie viele Menschen leben in der Dratelnstraße?
Momentan sind nach Angaben der Innenbehörde 72 Personen in der Dratelnstraße untergebracht, darunter 15 Kinder. Es handelt sich überwiegend um Familien, die aus der Erstaufnahme in der Harburger Poststraße kommen. Die Flüchtlinge stammen hauptsächlich aus Syrien, Albanien, Afghanistan und dem Iran. Insgesamt bietet das Containerdorf Platz für 240 Menschen.
Wie sind sie untergebracht?
Jeweils vier Personen bewohnen einen Wohncontainer, in dem sich ein Raum befindet. Zurzeit stehen für die 72 Bewohner je vier Duschen und Toiletten für Frauen und Männer bereit. nach Angaben des städtischen Unternehmens fördern und wohnen, das die Unterkunft betreut, wird es in Kürze noch mehr Duschen und Toiletten geben. Vor Ort gibt es zudem einen größeren Raum, in dem gegessen wird und der zurzeit als Aufenthaltsraum genutzt wird. Weitere Gruppenräume werden noch eingerichtet.
Werden die Flüchtlinge betreut? Gibt es Freizeitangebote?
Laut fördern und wohnen sind je vier Mitarbeiter des Sozial- und Unterkunftsmanagements sowie drei Mitarbeiter des technischen Diensts vor Ort. In Kürze soll es einen Sprachkurs geben, den freiwillige Helfer anbieten werden. Sobald die Gruppenräume fertig sind, will man eine Kleiderkammer einrichten.
Wie lange bleiben die Flüchtlinge in der Dratelnstraße?
Die Bewohner der neuen Erst-aufnahme sollen in der Unterkunft bleiben, bis über ihren Asylantrag entschieden ist – laut Gesetz maximal drei Monate. Weil es jedoch an Folgeunterkünften mangelt, leben Flüchtlinge zurzeit deutlich länger in den Hamburger Erstaufnahmen. Auch hier ist die Situation weiter angespannt: Trotz der neuen Unterkünfte müssen nach Angaben der Innenbehörde zurzeit noch 144 Personen in Zelten in der Harburger Poststraße und in der Schnackenburgallee schlafen. Insgesamt sind zurzeit 2.775 Flüchtlinge an allen Standorten der ZEA untergebracht.
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1 Kommentar
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Jörn Frommann aus Wilhelmsburg | 23.10.2014 | 16:20  
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