Neue Fähre nimmt Kurs auf die Elbinsel

Einsatzbereit: Nach der Taufe am Freitag, 18. Juli, wird die „Reiherstieg“ im Linienbetrieb der Hadag unterwegs sein. Die Aufbauten der 27 Meter langen und rund 8 Meter breiten Fähre ragen nur knapp 3 Meter über die Wasserlinie. Damit passt das Schiff auch unter der niedrigen Argentinienbrücke durch. (Foto: Foto: pr)

Ab sofort steuert die „Reiherstieg“ auf der Linie 73 Wilhelmsburg an

Seit Ende 2012 ist die Elbinsel nicht nur mit Bus und Bahn, sondern auch mit der Fähre erreichbar. Nach Wilhelmsburg setzt der Fährbetreiber Hadag vorwiegend die beiden sogennanten Flachschiffe „Rafiki“ und „Nala“ ein. Jetzt hat das städtische Unternehmen, eine Tochter der Hamburger Hochbahn, seine Flotte um ein Flachschiff – die „Reiherstieg“ – erweitert. Das Elbe Wochenblatt beantwortet die wichtigsten Fragen.
• Wo wird die Fähre eingesetzt?
Die „Reiherstieg“ verkehrt ab sofort auf der Fährlinie 73, die montags bis freitags 24 Mal St. Pauli Landungsbrücken, Brücke 1, und den Anleger Ernst-August-Schleuse im Klütjenfelder Hafen verbindet. Die Hadag will die neue Fähre jedoch auch auf Strecken einsetzen, auf denen nicht mehr als 160 Personen befördert werden.
• Warum wurde die Fähre gebaut?
Bei Hochwasser können nur Flachschiffe Wilhelmsburg erreichen. Fielen „Nala“ und „Rafiki“ in der Vergangenheit reperaturbedingt aus, konnte zum großen Ärger der Elbinselbewohner bei hohem Wasserstand keine andere Fähre den Anleger anfahren. „Das Unterfahren der Argentinienbrücke ist das Nadelöhr“, erklärt Hadag-Chefin Gabriele Müller-Remer. Mit dem neuen Flachschiff, soll sich die Lage entspannen. Das zusätzliche Schiff braucht die Hadag auch, weil die Fahrgastzahlen insgesamt steigen – von 2012 auf 2013 um neun Prozent.
• Wie viele Fahrgäste nutzen die Fährline 73?
Im ersten Halbjahr diesen Jahres wurden nach Angaben der Hadag rund 137.000 Personen mit der Line 73 befördert – etwa genau so viele wie im Vorjahr. „Überwiegend dürften es dort wohnende und arbeitende Bürger sein, es werden aber sicherlich auch viele Touristen mit uns fahren“, sagt Müller-Remer.
• Ursprünglich sollte die Fähre schon im März fertig sein, warum hat es bis Juli gedauert?
Die Werft SSB Spezialschiffbau Oortkaten, auf der die „Reiherstieg“ gebaut wurde, hatte im Dezember 2013 Insolvenz angemeldet. Deshalb ruhten die Arbeiten zwischenzeitlich und die Fertigstellung verzögerte sich.
• Wie teuer war die Reiherstieg?
Der Bau des Schiffs hat 1,8 Millionen Euro gekostet. Die Kosten trägt das städtische Unternehmen Hadag.
• Was kostet die Mitfahrt?
Die Fähren verkehren im HVV-Betrieb. Wer mitfahren möchte, muss ein HVV-Ticket lösen. Die Fahrt von den Landungsbrücken bis zur Ernst-August-Schleuse dauert 15 Minuten und kostet zwei Euro.
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