Neue Ateliers für neue Künstler

Brigitte Schulz und Ilse Pesler im zukünftigen Gewächshaus – viel Glas und Licht dominieren den Raum. Foto: co
Hamburg: Honigfabrik |

Honigfabrik will Kreativen zur Selbstständigkeit verhelfen

Wie viel Potenzial eine Fläche von 200 Quadratmetern hat, zeigt aktuell das Kulturzentrum Honigfabrik: Gleich nebenan entstehen im Moment vier neue Ateliers, um Künstler zu fördern, die mit ihrem Talent Geld verdienen möchten.
„Die Künstler sollen sich ausprobieren können und ihr Wissen an andere weitergeben“, sagt Ilse Pesler, Kulturpädagogin für Erwachsene in der Honigfabrik. Vier gleich große Räume wird der Neubau bieten, nächstes Frühjahr soll die Eröffnung stattfinden. Ein Musiklabor, eine Malerei, eine Bildhauerei und ein Gewächshaus reihen sich aneinander. Die letzten beiden sind mit einem Durchgang verbunden, als Erweiterung der Bildhauerei und für spätere Ausstellungen – so hat das Gewächshaus zumindest in übertragenem Sinne mit Kunst zu tun. Denn hier geht es vorrangig darum, dass Ältere ihr Gärtner-Knowhow an Jüngere weitergeben. Pesler: „Wir wollten von Anfang an etwas mit Pflanzen machen.“
Aber auch in den übrigen drei Bereichen ist Teamwork besonders wichtig. Je drei Künstler finden pro Atelier Platz, um sich einerseits zu verwirklichen und andererseits – beispielsweise in Workshops und Kursen – eng mit der Honigfabrik zusammenzuarbeiten. Zwei Jahre soll die Kooperation mindestens dauern, Kontinuität ist gewünscht.
Die ausgewählten Bewerber sollen ebenfalls bei der Einrichtung der Räume mitentscheiden, „schließlich wissen wir nicht, was die Künstler brauchen“, sagt Pesler. Zwar sind die Baukosten gedeckt, doch für die Ausstattung fehlen noch 40.000 Euro. „Wir suchen bereits eifrig nach Sponsoren, aber auch ganz kleine Spenden würden uns sehr helfen.“
Wenn dann später ein Teilnehmer von seiner Arbeit als Selbstständiger leben kann, ist das große Ziel erreicht. Aber auch kleine Ziele bewegen Ilse Pesler und ihre Kollegin aus dem Kinderkulturbereich, Brigitte Schulz. „Wir hätten beide gerne einen Chor, gemischt aus Jung und Alt“, sagt Schulz. Der würde sich neben Bandprojekten und dem Unterricht für diverse Instrumente gut machen – alles Wünsche für das neue Musik­labor. Egal ob Gemüse, Skulptur, Gemälde oder Klavier: die Honigfabrik wird auf jeden Fall noch bunter.

Künstler gesucht!
Jedes Atelier bietet Raum für drei Künstler, die Lust haben als Teil einer Nutzergruppe in enger Zusammenarbeit mit der Honigfabrik ihr eigenes kleines Unternehmen aufzubauen. Interessenten schicken eine kurze schriftliche Bewerbung an: Honigfabrik, Brigitte Schulz, Industriestraße 125-131, 21107 Hamburg. Bewerbungsschluss ist der 27. November.
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