Nachts bleibt es stockduster

Bisher sind nur die Masten da – ohne Lampen: Anwohner Carsten Manys an einer unfertig installierten Straßenlaterne. (Foto: Christopher von Savigny)

Kaum Straßenbeleuchtung in der Christoph-Cordes-Straße – Amt verspricht Abhilfe

von Ch. v. Savigny, Wilhelmsburg
In der Christoph-Cordes-Straße wird es nachts so dunkel, dass man kaum die Hand vor Augen sehen kann. Das hat seinen Grund: Seit dem Startschuss für den Bau der Passivhaussiedlung „Bei der Windmühle“ im Jahr 2005 wurden bislang nur zwei Straßenlaternen installiert. „Das einzige Licht kommt von den beleuchteten Hausnummern“, klagt Anwohner Carsten Manys. In der Nachbarschaft gebe es viele Familien mit kleinen Kindern. „Wenn sie morgens zur Schule gehen, ist das gefährlich, weil sie leicht in eine der Wettern abrutschen können.“ Das gesamte Gebiet ist von solchen Wassergräben durchzogen, vor der Windmühle „Johanna“ befindet sich außerdem ein Teich, der nicht speziell abgesichert ist. Zudem sei in letzter Zeit häufiger zu Einbrüchen in Häuser gekommen, so Manys.
Viele Anwohner leben schon seit Jahren vor Ort – ohne dass sich etwas in Richtung Straßenbeleuchtung getan hätte. Jetzt verspricht der zuständige Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) Abhilfe. „Die Arbeiten sind für Ende des Jahres eingeplant“, sagt LSBG-Referent Jeff Marengwa. Ursprünglich habe man geplant, bereits Mitte November zu beginnen. Wegen des Frostes sei dies leider nicht möglich gewesen. Außerdem habe es „Kapazitätsengpässe“ beim Netzversorger gegeben. Drittes Argument: Die Siedlung sei noch nicht fertig. „Da in Baugebieten häufig Masten und Leuchten durch Baustellenfahrzeuge beschädigt werden, wird die öffentliche Beleuchtung möglichst spät gebaut.“ Grundsätzlich hätten Anwohner einen Anspruch auf Straßenbeleuchtung. „Auf einer Strecke von 500 Metern werden in der Regel zwischen acht und zwölf Leuchten aufgestellt“, so Marengwa.
Eine Zunahme an Einbrüchen im Neubaugebiet „Bei der Windmühle“ kann Eduard Goldade, Leiter des Wilhelmsburger Polizeireviers, nicht bestätigen. „2012 gab es einen Einbruch in einen Baucontainer und drei Einbruchsversuche.“ Laut Goldade keine auffällige Zahl. Allerdings sei der Stadtteil Kirchdorf insgesamt häufiger betroffen als der Wilhelmsburger Durchschnitt. Goldade: „Ich kann die Sorgen der Leute verstehen. In dunklen Nächten wird man eben besonders unruhig.“
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