Nach Gartenschau: Inselpark bleibt

Soll auch nach Ende der Gartenschau weiterhin benutzbar bleiben: die „Welt der Bewegung“ mit Hochseilgarten, Bouleplatz und Skaterbahn. (Foto: igs 2013)

Finanzierung der Parkpflege ist bis 2014 gesichert – und dann?

von Christopher v. Savigny

Ein halbes Jahr vor Eröffnung der Internationalen Gartenschau (igs) im April 2013 laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren: Die letzten Pflanzen werden derzeit in die Erde gebracht – lediglich die Blumen für die Schauflächen sollen erst im Frühjahr folgen. Wie es weitergeht, wenn die igs im Ok-tober 2013 ihre Pforten wieder dicht macht – dazu laufen aktuell die Planungen. Fest steht: Das Gelände bleibt den Wilhelmsburgern als frei zugänglicher „Inselpark“erhalten.
Verantwortlich ist dann nicht mehr die igs, sondern der Bezirk Mitte. Die entsprechenden Gelder seien bereits genehmigt worden: „Für die Haushaltsjahre 2013/2014 sind für die Pflege und Unterhaltung des 100 Hektar großen Gartenschau-Geländes – ab 2014 Wilhelmsburger Inselpark – im Haushalt der Freien und Hansestadt Hamburg etwa 1,9 Millionen Euro eingestellt“, bestätigt Bezirkssprecherin Sorina Weiland.
Ohne die Finanzierungszusage hätte die Verwaltung diese Mammutaufgabe wohl kaum schultern können: Denn die Mittel zur Pflege öffentlicher Parks sind seit Jahren äußerst knapp bemessen. Laut Bezirksamt sind für den Stadtteil Wilhelmsburg derzeit nicht mehr als vier Gärtner zuständig. Dazu kommen allerdings weitere Kräfte, die Hilfsarbeiten wie Rasenmähen übernehmen. In der Vergangenheit hatte man He-cken und Gehölze häufig völlig zuwuchern lassen – um sie dann aus Zeitersparnis gleich komplett abzuholzen. Davon soll der Inselpark verschont bleiben: „Mit der zur Verfügung gestellten Summe kann er angemessen unterhalten werden“, so Weiland. Das Gelände werde dann allerdings den Charakter eines Stadtteil- oder Stadtparks und nicht den einer Dauergartenschau haben.
Welche Anlagen im einzelnen auch über das Ende der Gartenschau hinaus bestehen bleiben, will die igs Ende des Jahres vorstellen. „Dazu gehören beispielsweise alle Flächen und Attraktionen der Welt der Bewegung“, sagt igs-Sprecher Michael Langenstein. In dem entsprechenden Areal südlich der Kletterhalle befinden sich unter anderem eine Skatearena, ein Bouleplatz und ein Hochseilgarten.
Anlässlich der ersten Gartenschau an Alster und Elbe seit 40 Jahren rechnen die Verantwortlichen mit rund 2,5 Millionen Gästen.
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