Musik macht den Unterschied

Musik macht den Unterschied. Beim Workshop der Stadtteilschule Wilhelmsburg mit Profi-Musiker Paul O´Brien üben rund 40 Schüler für den ganz großen Auftritt. Foto: tsilis

Schüler der Stadtteilschule Wilhelmsburg proben mit Profi-Musiker

Von Andreas Tsilis.
Aufgeregt laufen rund 40 Schüler der Stadtteilschule Wilhelmsburg auf der Schul-Bühne herum: Ist es besser sich in Chor-Formation aufzustellen oder sollen sich erst einige wenige an den Mikros positionieren? Die aufkommende Nervosität ist kein Wunder, schließlich hat man nicht jeden Tag die Gelegenheit, mit einem leibhaftigen Profimusiker Popsongs, Klassiker und Weltmusik einzustudieren.
Mit dem Wahl-Kanadier Paul O´Brien soll eine Woche lang für den großen Auftritt vor heimischer Kulisse geprobt werden. „Music can make a difference“, „Musik macht den Unterschied“, nennt sich der Workshop, den Lehrerin Elena Deutschmann auf den Weg brachte und der mehr als nur eine reine Gesangs-performance ist.

Lieder von Liebe
und Selbstfindung

„Musik bringt Menschen zusammen“, sagt Deutschmann, die auch den Kontakt zu O´Brien herstellte. Für die Zehn- und Elfjährigen bekommt das Ganze noch eine besondere Note: O´Brien, geboren in Irland, aufgewachsen in England, spricht kein Deutsch. Zur unüberwindbaren Hürde dürfte die ausschließliche Konversation auf Englisch aber nicht werden: Laut schuleigener Homepage arbeitet man multiprofessionell, und mit Musik und Spaß gehen englische Vokabeln sowieso leichter von der Zunge.
Dass die Schüler nicht nur musikalisch den Saal rocken, glaubt Pädagogin Deutschmann: „Ich bin sicher, dass dieser Workshop unsere Schüler auch sprachlich deutlich voranbringen wird." Zu denen, die ganz vorne dabei sind, gehören Belfin (11) und Celina (10) aus der 5 c. Beide singen „Sunny“, ein bittersüßes Lied über Dunkelheit und die ganz große Liebe. „Toll, das wir hier mitmachen dürfen“, diktieren sie dem Reporter nach dem Auftritt in den Notizblock und verschwinden wieder in Richtung Bühne.
Dort sind mittlerweile die Proben für ein kurdisches Liebeslied voll im Gang. Die Originalversion wurde von elf auf zwei Minuten zusammengestrichen, damit noch Platz für „Lieblingsmensch“ und „Hit the road, Jack“ bleibt.
Am Ende des Proben-Tages ist nicht nur die Schule, sondern auch O´Brien restlos begeistert. „Wonderful“, platzt es aus ihm heraus.
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