„Mügge“: Im Herbst wird Einweihung gefeiert

Bezirksamtsleiter Andy Grote ließ sich von Jürgen Hensen, dem künftigen Chef des Hauses, das Gebäude zeigen. (Foto: cvs)

HdJ Veddel zieht ins Haus der Projekte – Kooperationsprojekte mit Schulen geplant

von Christopher v. Savigny

Das Haus der Projekte am Müggenburger Zollhafen geht auf die Zielgerade: Noch in diesem Monat wollen Mitarbeiter und Besucher des Hauses der Jugend (HdJ) Veddel mit Sack und Pack vom Uffelnsweg in ihr neues Zuhause neben der Ballinstadt umziehen. Zusätzlich wird dort auch der Verein Get the Kick, der unter anderem Segelunterricht für die Schüler der Schule Slomanstieg anbietet, seinen Sitz haben. Das Gebäude, ein Projekt der Internationalen Bauausstellung, ähnelt einer Schiffswerft und soll künftig „Die Mügge“ heißen. Im Herbst ist ein Einweihungsfest geplant.
Derzeit sind Arbeiter noch mit den letzten Vorbereitungen beschäftigt. „Den Innenausbau machen wir im Laufe des Jahres zusammen mit den Jugendlichen fertig“, kündigt HdJ-Leiter und Vereinsvorstand Jürgen Hensen an. Die „Mügge“ verfügt über eine große Werkhalle mit Laufkatze, mit der man schwere Lasten hin- und herbewegen kann. Im Obergeschoss, das sich noch im Rohbau befindet, soll ein Schulungs- und Sportraum entstehen. Küche, Kantine und Sanitärraume sind ebenfalls in Planung. Eine große Dachterrasse bietet Aussicht aufs Wasser und auf die roten Backsteinbauten der Veddel. Die Nutzungsfläche der „Mügge“ wird bei 550 Quadratmetern liegen. Das Gelände hat der Verein für 30 Jahre von der Hamburg Port Authority gepachtet.
Unter Anleitung eines Schiffsbaumeisters werden in der Werkhalle der Mügge demnächst „norwegische Fjordjollen“ gebaut. Außerdem hat Hensen einen alten Trecker erstanden, den die Jugendlichen auf Vordermann bringen sollen. Später wird das antike Fahrzeug an einen Liebhaber verkauft, der Erlös fließt in die Jugendarbeit. Insgesamt vier Kooperationsprojekte mit Schulen der Elbinseln sind in Planung, die Schüler sollen jeweils einjährige Praktika absolvieren. „Die Mügge ist mehr als nur ein niedrigschwelliges Freizeitangebot“, sagt Hensen.
Bei einem Stadtteilrundgang ließ sich Bezirksamtsleiter Andy Grote die Einrichtung zeigen. „Das wird ein richtiges Modellprojekt“, lobte Grote. „Sie bieten genau das, was Jugendarbeit heutzutage leisten muss!“
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