Moorwerder bekommt neues Feuerwehrhaus

In Moorwerders altem „Spritzenhaus“ zwängen sich zwei Feuerwehren durch eine enge Schleuse. In der neuen Brandwache, die im Oktober fertig sein soll, wird das aufhören. Das freut Einsatzleiter Matthias von Rönn. Foto: pr

Fertigstellung für Oktober geplant – Freiwillige Feuerwehr geht
bei der Deutschen Meisterschaft an den Start

Von Andreas Tsilis.
Moorwerder hat von jeher eine Sonderstellung innerhalb Wilhelmsburgs. Früher verband nur eine einfache Holzbrücke den Landstrich mit dem Rest der Welt. Früher ließ man sich im Spadenland, auf der anderen Seite der Elbe, konfirmieren. Aus den alten Tagen hinübergerettet hat man den Einsatz bei der Freiwilligen Feuerwehr.
Als ehrenamtlicher Brandbekämpfer seinen Job zu machen, hat in Moorwerder Tradition – und das in einem Feuerwehrhaus, das an ein ehemaliges Spritzenhaus erinnert. Unter spärlichen Verhältnissen rüsten sich 26 Aktive für ihre Einsätze. Die beiden Einsatzfahrzeuge stehen hintereinander, beim Rettungsboot wird der Signalmast umgeklappt, so lässt sich das selten genutzte Gefährt in der Garage verstauen.

Möllenbrucker
Kuppelcontest gewonnen

Die Beengtheit hat bald ein Ende: Bis Oktober 2016 wandelt sich der auf der anderen Straßenseite befindlichen Rohbau zum modernen Feuerwehrhaus. Die aktualisierten Unfallverhütungsvorschriften machten den Neubau notwendig. Über die Kosten sprechen Moorwerders Brandbekämpfer nicht. Sie freuen sich vielmehr, dass sie aus dem „zweiten Sonderinvestitionspaket“ der Bürgerschaft bedacht worden sind. Das klingt kompliziert und die Förderung war wohl ähnlich schwierig wie die Suche nach einem geeigneten Standort der neuen Wache.
Fünf Grundstücke standen zur Auswahl: eines fiel durch, eine geschützte Pflanzenart soll im Wege gewesen sein. Den spröden Backsteincharme wird das neue Gerätehaus nicht versprühen. Moorwerders Feuerwehrmänner werden das verschmerzen.
Man konzentriert sich auf das Retten und Bergen, und da macht einem Moorwerder Feuerwehrmann kaum einer etwas vor. Vor wenigen Wochen gewann man den „Möllenbrucker Kuppelcontest“, dabei setzten die Moorwerder sich gegen fast 90 Wehren aus dem Bundesgebiet durch.
Im Juli stellen die Wilhelmsburger einen von drei Hamburger Trupps bei den Deutschen Meisterschaften in Rostock. Dort wollen sich die Männer unter Leitung des Wehrführer-Vertreters Matthias von Rönn auch für die Europameisterschaft qualifizieren. Das Geheimnis des Erfolgs? „Menschen retten ist wie Mannschaftssport“, sagt Einsatzleiter von Rönn. „Das muss man üben, üben, üben.“

FF Moorwerder
Aktive Mitglieder: 26
Musikabteilung: 10
Einsätze 2016 (2015):
bislang 6 (ca.40)
Größter Einsatz 2015:
Brand einer Lagerhalle
Sonderkomponente:
Wasserrettung
Aktive Neumitglieder
zwischen 17 und 45 Jahre
gesucht
Kontakt: S 754 55 58
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.