Mit zehn die ersten Lachfältchen

Sie freut sich auf ihren ersten „richtigen“ Geburtstag: Greta (4). Foto: cvs

Sie haben nur alle vier Jahre Geburtstag – am Schalttag, 29. Februar

Wer am 29. Februar geboren ist, altert langsamer als seine Mitmenschen, denn dieses Datum taucht nur alle vier Jahre im Kalender auf. Nur in Schaltjahren wird der Februar um einen Tag verlängert. Die Wilhelmsburgerin Iwona Leszczyk gehört zu diesen ganz speziellen Geburtstagskindern. „Ich bin am 29. Februar 1972 geboren“, verrät sie dem Wochenblatt. Am heutigen 29. Februar feiert sie also ihren 40. Geburtstag – oder auch den 10.
Wie geht Iwona Leszczyk mit dieser nicht alltäglichen Situation um? Feiert sie nur alle vier Jahre? Oder wird die Party in Nicht-Schaltjahren einfach am 1. März nachgeholt? „Also wenn ich eigentlich keinen Geburtstag habe, geht mein Geburtstag vom 28. Februar bis zum 1. März“, erzählt sie. Es gebe Familienmitglieder und Freunde, die eher am 28. Februar für sie Zeit hätten, und es gebe wiederum welche, die lieber am 1. März zu ihr kämen. „Richtig gefeiert wird aber nur alle vier Jahre“, betont die Wilhelmsburgerin. „Das ist mittlerweile ein fester Termin geworden, weil dieses Datum nie in Vergessenheit gerät.“ Lustigerweise haben auch ihr Mann und ihre Tochter an einem außergewöhnlichen Tag Geburtstag: der Ehemann am 1. Weihnachtstag, die 19-jährige Tochter an Neujahr!
Auch die kleine Greta Saathoff aus Osdorf gehört zum erlauchten Kreis der Schaltjahreskinder. Am 29. Februar 2008 kam sie im Altonaer Krankenhaus zur Welt, wird also vier Jahre alt. Aber eigentlich feiert sie heute ihren ersten „richtigen“ Geburtstag, doch das würde Greta nie sagen. Ein Jahr alt – jünger als ihr kleiner Bruder? Unvorstellbar! Zur Feier des Tages durfte sie sich ein paar kleine Gäste aus ihrer Kita einladen. In anderen Jahren wird am 1. März nachgefeiert. „Wir machen nicht viel Wind drum“, so ihre Mutter Franziska Conrad.
Waltraud Balzer (76) aus Altona erzählt gerne eine Anekdote aus ihrer Kindheit: „Eine Frau in der U-Bahn schimpfte, ich sollte sie nicht so anstarren. Wie alt ich denn überhaupt sei!“ Die kleine Waltraud sagte wahrheitsgemäß „zwei“ – und fing sich prompt einen Rüffel ein. Wie hätte die Dame auch wissen sollen, dass das Gör in einem Schaltjahr geboren war und somit als Achtjährige erst zwei „richtige“ Geburtstage feiern durfte!
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