Mit der Fähre nach Wilhelmsburg

Mit an Bord bei der Jungfernfahrt: Hamburgs Wirtschaftssenator Frank Horch (l.) und IBA-Geschäftsführer Uli Hellweg. (Foto: Foto: pr)

Ab sofort fährt die Linie 73 von den Landungsbrücken zum neuen Ernst-August-Anlegeponton

von Angela Dietz, Wilhelmsburg
Die Elbinsel Wilhelmsburg ist wieder mit einer HVV-Fähre erreichbar. Die neue Fährverbindung zwischen St. Pauli-Landungsbrücken und dem neuen Anleger Ernst-August-Schleuse in Wilhelmsburg wurde jetzt mit einer Jungfernfahrt gefeiert. „Mit dem neuen Anleger rückt Wilhelmsburg noch dichter an die Innenstadt und die Insel ist endlich ,standesgemäß’ zu Wasser zu erreichen“, freute sich Hans-Jochen Hinz, Geschäftsführer des Landesbetriebs Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG). Der 1,2 Millionen teure Anleger wurde im Auftrag des LSBG gebaut.
Mit Beginn des Winterfahrplans 2012 Anfang dieser Woche verbindet die Fähre 73 zum HVV-Tarif von 1,85 Euro die Elbinsel Wilhelmsburg in nur 15 Minuten Fahrzeit mit St. Pauli. Die Fähre wird unter der Woche 22 Mal pro Tag im 40 Minuten-Takt ihre Fahrgäste vom nördlichen Elbufer ans südliche befördern. Start ist gegen 7 Uhr morgens, Ende gegen 22 Uhr.
Die HADAG setzt auf der Linie 73 extrem flache Schiffe ein, die unter der Argentinienbrü-cke hindurch passen. „Wir haben nur zwei Hafenfähren, die flach genug sind“, sagte HADAG-Chefin Gabriele Müller-Remer. Erwartet wird eine Fahrgaststeigerung durch IBA und igs im kommenden Jahr. Tritt sie ein, will das Unternehmen ein weiteres flaches Schiff bauen lassen. 150 Personen soll es an Bord nehmen können. Kosten: 1,5 Millionen Euro.
Auf ihrer Rundfahrt durch den Hafen stoppt außerdem die Maritime Circle Line am neuen Anleger und bringt ebenfalls ihre Gäste bis nach Wilhelmsburg – jedoch nur am Wochenende und für einen deutlich höheren Preis als der HVV.
Die Idee, Wilhelmsburg wieder vermehrt über den Wasserweg erreichbar zu machen, ist nicht neu. „Beim IBA-Projektaufruf ,Ideen für Veddel und Spreehafen’ äußerten Bewohner Wilhelmsburgs dieses Anliegen und gaben auch den ers-ten Anreiz, dass sich dieser Ort dafür am besten eignet“, so IBA-Geschäftsführer Uli Hellweg. Von der Verlängerung der HADAG-Fähre 73 nach Wilhelmsburg würden vor allem das nördliche Reiherstiegviertel und die Bewohner und Firmen im Umfeld des Anleger profitieren.
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2 Kommentare
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Ralf Junge aus Wilhelmsburg | 11.12.2012 | 16:30  
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Birte Burgänger aus Wilhelmsburg | 14.12.2012 | 10:10  
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