Mit 51 und 68 Jahren: erstes Baby!

Werden oft für die Großeltern gehalten: Christiane und Manfred Döring mit ihrem Sohn Kay Iulius.

Harburger Ehepaar fuhr zu künstlichen Befruchtung nach Tschechien

Vergnügt brabbelt Kay Iulius vor sich hin, blickt mit großen brauen Augen abwechselnd zu Mama und zu Papa. Vor drei Monaten ist der Wonneproppen zur Welt gekommen. „Ein lang ersehntes Wunschkind“, sagt Christiane Döring. Über 20 Jahre haben sie und ihr Mann Manfred vergeblich versucht, schwanger zu werden. Erst jetzt, wo die beiden vom Alter her schon die Großeltern des Kleinen sein könnten, hat es endlich geklappt – mit Hilfe einer künstlichen Befruchtung im Ausland.
Christiane Döring ist 51, ihr Mann 68 Jahre alt. Beide sind Akademiker, er pensionierter Philosophielehrer, sie unterrichtet am Gymnasium Buxtehude Latein und Französisch. Ihr kleines Häuschen in der Weinligstraße ist längst abbezahlt, beide erfreuen sich bester Gesundheit. Nur ein Kind fehlte noch zum Glück. Da es auf natürlichem Weg nicht klappen wollte, entschied sich das Paar, es mit künstlicher Befruchtung im Reagenzglas, der sogenannten In-Vitro-Fertilisation, zu versuchen. Wegen des fortgeschrittenen Alters kamen jedoch weder seine Samenzellen noch ihre eigenen Eizellen in Frage, Spender mussten gefunden werden. „Wir waren auf Fremdmaterial angewiesen“, erklärt Christiane Döring. Da Eizellspenden in Deutschland nicht erlaubt sind, mussten die Dörings zur Befruchtung ins Ausland. Sie entschieden sich für Tschechien.
„Die Rezepte für die notwendige Hormonbehandlung kamen per Post, nur für die Befruchtung mussten wir nach Tschechien“, so die 51-Jährige. Beim zweiten Versuch hat es bereits geklappt. Alles verlief problemlos, die In-Vitro-Fertilisation, die Schwangerschaft und auch die Geburt, die jedoch mit Hilfe eines Kaiserschnitts.
Jetzt genießen die frisch gebackenen Eltern ihr neues Leben zu dritt. Wie reagiert die Umwelt auf die Familie? „Wir haben nur positive Reaktionen bekommen, keiner hat die Nase gerümpft“, freut sich Manfred Döring. „Fremde halten uns immer für Oma und Opa unseres Jungen“, schmunzelt er. Doch damit könne er leben. Die Zukunft macht dem Paar – trotz ihres fortgeschrittenen Alters – keine Angst. „Wir sind beide kerngesund und haben nicht vor, so bald zu sterben!“

Christiane Döring hat sich an die Öffentlichkeit gewandt, um anderen Eltern Mut zu machen, bei ungewollter Kinderlosigkeit ebenfalls diesen Schritt zu erwägen. Wer mehr zum Thema künstliche Befruchtung wissen möchte, kann per Mail Kontakt zu ihr aufnehmen:
dg.doe.knoblauchfraktion@googlemail.com
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6 Kommentare
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Sebastian Jiske aus Heimfeld | 19.06.2013 | 12:58  
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Lothar Jakob aus Wilhelmsburg | 13.07.2013 | 16:20  
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Vera Wagner aus Altona | 11.01.2014 | 14:12  
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Elisabeth Mack aus Altona | 11.01.2014 | 15:51  
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Ch. Sommer aus Altona | 25.04.2014 | 21:41  
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Carolin Kuhlmay aus Halstenbek-Krupunder | 15.04.2015 | 15:49  
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