Mehr Platz für Kinder

Baubeginn Anfang Oktober: Pastor Karsten Mohr in der leergeräumten „InselArche“. Foto: cvs

Friedenskirche und InselArche werden für 400.000 Euro saniert und erweitert

Ch.v.Savigny.
In den Räumen der InselArche, dem Kinderbetreuungsprojekt der Evangelisch-Methodistischen Friedenskirche, deutet alles auf einen Tapetenwechsel hin: Möbel und andere Einrichtungsgegenstände sind verschwunden, Fußböden wurden rausgerissen und entsorgt. Hier und da liegen alte Plastiktüten und Werkzeug herum. Bereits seit Mai wartet die Gemeinde in der Weimarer Straße auf die Baugenehmigung – nun ist sie endlich eingetroffen. „Anfang Ok-
tober soll es losgehen“, freut sich Pastor Karsten Mohr.
Herzstück des nun geplanten Umbaus ist der Spiel- und Bewegungsraum, der durch einen Wintergarten um etwa 35 Quadratmeter erweitert wird. Etliche Wände in diesem Teil des Gebäudeensembles werden entfernt, um mehr Platz zu schaffen. In Planung ist außerdem eine komplett neue, größere Küche. Sobald dieser Bauabschnitt beendet ist, kommt die Kirche an die Reihe. Alle Innenräume bekommen neue Versorgungsleitungen und eine neue Wärmedämmung.
Einen großen Posten im Budget nimmt der Bau der behindertengerechten Toiletten ein.
Die Sanierung der Gemeinderäume inklusive Kirchenbau ist seit langem überfällig: Denn die Fenster sind nur einfach verglast, Strom- und Wasserleitungen veraltet, die Räume schlecht geschnitten – und eine Wärmedämmung existiert praktisch nicht. „Das ist schon seit dem Bau der Kirche vor über 50 Jahren so“, sagt Mohr. Bislang betreut die Gemeinde an vier Nachmittagen pro Woche rund 15 bis 20 Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren – künftig sollen es bis zu 30 Kinder sein.
Unterstützung durch
Spendenparlament
Die Gesamtkosten liegen bei 400.000 Euro, die sich je zur Hälfte auf die InselArche und auf das Kirchengebäude verteilen. Der Umbau der Betreuungsräume wird durch öffentliche Mittel (25.000 Euro), durch das Hamburger Spendenparlament (25.000 Euro) und durch die Stiftung „Ein Herz für Kinder“ (50.000 Euro) gefördert. Von den Kosten für die anstehende Kirchenrenovierung übernimmt die Kirchenstiftung „Auf eigenen Füßen stehen“ 75 Prozent – den Rest trägt die Gemeinde selbst. Geplante Bauzeit: zwei bis drei Monate. „Wir würden gerne am
ersten Advent Einweihung feiern – obwohl wir wissen, dass dieser Zeitrahmen sehr sportlich ge-steckt ist“, so Mohr.
Aktuell werden noch Geldgeber für Anschaffungen wie Möbel, Beleuchtung und neue PCs gesucht. Sollten sich genügend Unterstützer finden, möchte die Gemeinde zudem ein neues, künstlerisch gestaltetes Glasfens-ter einbauen lassen.
Infos/Kontakt per E-Mail an
karsten.mohr@emk.de
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