Mehr Platz für die Boni-Schüler

Hildegard Wollstein leitet die Schule noch bis zu ihrem Ruhestand im Sommer kommissarisch. Dann bekommt die Boni eine neue Leitung.

Katholischer Schulverband will 7,3 Millionen Euro in Neubauten für die Stadtteilschule investieren

Geldregen für die Bonifatiusschule: Der Katholische Schulverband Hamburg will rund 7,3 Millionen Euro inves-tieren, um die Stadtteilschule mit einer neuen Mensa, einer Sporthalle und zusätzlichen Klassenräumen auszustatten. Im Rahmen des Schulentwick-lungsplans steckt der Schulverband insgesamt 60 Millionen Euro in die Modernisierung seiner 21 Schulen. Mehr als zehn Prozent der Summe kommt der „Boni“, wie die Schule im Stadtteil genannt wird, zugute.
Und auch die ganz Kleinen werden von der Finanzspritze profitieren: Denn als erstes wird an der Rotenhäuser Straße eine neue Kindertagesstätte für 130 Kinder gebaut. Momentan müssen die 80 Kinder der Kita St. Bonifatius, deren Träger auch der Katholische Schulverband ist, aus Platzmangel auf mehrere Standorte verteilt werden. Der Neubau wird etwa drei Millionen kosten und neben der Kita auch eine Mensa für die Schule beinhalten. Dieser große Saal mit einer Bühne kann auch für Veranstaltungen genutzt werden. „Dann müssen wir für unsere Einschulung nicht mehr auf das Bürgerhaus ausweichen“, freut sich die kommissarische Schulleiterin Hildegard Wollstein. In der großen neuen Mensa können zukünftig alle Schüler gleichzeitig versorgt werden. Zurzeit esse man in vier Schichten, berichtet Wollstein.
Gebaut wird in drei Schritten: Noch im Herbst sollen die Bagger für den Kita-Mensa-Neubau rollen. Seine Fertigstellung ist für Ende nächsten Jahres geplant. Ab 2015 wird ein dreistöckiges Gebäude an das historische Schulgebäude in der Bonifatiusstraße angebaut. In das Erdgeschoss soll das Gemeindehaus der katholische Bonifatiuskirche gegenüber ziehen, die beiden oberen Stock-werke bieten auf 1.040 Quadratmetern Platz für Klassen- und Fachräume. Sobald der Anbau fertig ist, beginnt im dritten Schritt der Abriss des jetzigen
Kirchengemeindehauses und der Neubau einer Ein-Feld-Turnhalle an seiner Stelle. Läuft alles nach Plan, sind die Baumaßnahmen 2017 abgeschlossen.
An der Bonifatiusschule werden zurzeit 651 Schüler aus 32 Nationen unterrichtet. 62 Prozent der Schüler haben ausländische Wurzeln. „Somit ist unsere Schule ein Abbild der Wilhelmsburger Gesellschaft“, sagt Hildegard Wollstein. Die Schule sei bei Eltern beliebt, jedes Jahr gebe es mehr Anmeldungen als verfügbare Plätze. Wer sein Kind anmeldet, muss seit 2010 je nach Einkommen ein Schulgeld von mindestens fünf Euro im Monat zahlen. Zudem ist der katholische Religionsunterricht, der Besuch von Gottesdiensten und das tägliche gemeinsame Beten für alle Schüler verpflichtend.
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