Mega-Tankstelle im Hafen

Ein Gewinn für Hamburgs Hafenwirtschaft: HPA-Chef Wolfgang Hurtienne, Divisions-Präsident Frank Erkelens (Vopak), Wirtschaftssenator Frank Horch und Vopak-Direktor Janhein van den Eijnden (v.l.) vor der neuen Tankerlöschbrücke (unten). (Foto: cvs)

Millionenprojekt Hohe Schaar: HPA baut moderne Tankerlöschbrücke

von Christopher v. Savigny

Im Blumensandhafen an der Hohen Schaar können jetzt bis zu 200 Meter lange Schiffe anlegen, um Heizöl und Diesel aufzunehmen: Für einen zweistelligen Millionenbetrag ist vor Ort eine moderne Tankerlöschbrücke entstanden. Die Bauzeit betrug eineinhalb Jahre. Von dem Neubau erhofft sich die Hamburger Wirtschaft deutliche Impulse: In Sachen Container habe Hamburg zwar einen guten Ruf, sagte Wirtschaftssenator Frank Horch. Beim Thema Flüssiggüter sehe er aber noch Potenzial. „Nun sind wir auf dem besten Weg, ein Universalhafen zu werden“, so Horch.
Auftraggeber für das Großprojekt ist der Tanklagerbetreiber Vopak, der auf seinen Flächen in Neuhof und der Hohen Schaar rund 700.000 Kubikmeter an Mineralölprodukten lagert. Jährlich werden vier Millionen Tonnen umgeschlagen. Die neue Löschbrücke soll den Ladevorgang einfacher, schneller und sicherer machen. Bis zu zwei Tanker gleichzeitig – ein Binnen- und ein Seeschiff – können den Blumensandhafen anlaufen, die Umschlagsrate liegt bei 2.000 Kubikmetern pro Verladearm und pro Stunde. „Diese moderne Tankerlöschbrücke schafft die Voraussetzungen für weiteres Wachstum – für unsere Kunden, für Hamburg und für Vopak“, sagte Vopak-Direktor Janhein van den Eijnden.
Konstruiert und gebaut wurde die Brücke von der Hamburg Port Authority (HPA). Da das Gelände seit Jahren brach gelegen habe, sei dort im Laufe der Zeit ein schützenswertes Schilfröhricht entstanden, berichtete HPA-Geschäftsführer Wolfgang Hurtienne. „Mit der Unterstützung der Vopak haben wir es geschafft, den Bau der Tankerlöschbrücke so umweltfreundlich wie möglich zu gestalten“, so der HPA-Chef. „Durch Ausgleichsflächen an der Norderelbe bei Entenwerder kann wichtiger Lebensraum für viele Pflanzen- und Tierarten im Hamburger Hafen erhalten bleiben.“ Weiterhin seien die Verladearme und -schläuche mit sogenannten Abdriftsicherungssystemen ausgestattet, die ein versehentliches Auslaufen von Treibstoff verhinderten, so Hurtienne.
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