Luftreinhalteplan - bis 23.6.2017 Stellungnahmen an Umweltbehörde senden!

Umweltbehörde in der Pfütze, 2016

Hamburg ist vom Gericht verpflichtet worden, eine 2. Fortschreibung zum Luftreinhalteplan bis zum 30.6.2017 zu beschließen. Dabei geht es vor allem um die Verringerung von Schadstoffen, wie sie insbesondere im Hafen, durch die Industrie, beim Straßen-, Schiffs- und Hafenbahnverkehr sowie Kohlekraftwerken entstehen. Also alles Belastungen, die sich südlich der Norder-Elbe besonders zeigen. Der Plan weist aber vor allem Maßnahmen nördlich der Elbe auf.

Der Plan ist von der Seite der Umweltbehörde heraus genommen, aber noch herunter zu laden über die Website der "Verkehrswende Hamburg".

Daedline: Freitag, 23.6.2017

Stellung genommen werden kann - der Post, per Einwurf, per Abgabe während der Geschäftszeiten, ander - anders als bei Planfeststellungeverfahren auch per email - bis zum 23.Juni 2017 an Herrn Senator Jens Kerstan, Behörde für Umwelt und Energie, Neuenfelder Straße, 21109 Hamburg, emailadresse: luftreinhaltung@bue.hamburg.de

Zukunft Elbinsel Wilhelmsburg e.V. hat die nachfolgende Stellungnahme zugeschnitten auf die Verkehrswende für den Hamburger Süden.

Ideen für eine Einwendung

Sie können Ideen, Teile oder auch Alles aus dem nachfolgenden Text übernehmen und nach Ihren Wünschen ergänzen. Und dann ihre Mail an die Behörde senden. Mit Ihrem vollem Namen und Adresse.

Zu dem Entwurf nehme ich Stellung.

1. Der Entwurf lässt die besonders schwerwiegende Verunreinigung der Luft im Hamburger Süden außer Acht. Hier treffen Belastungen durch das Kohlekraftwerk Moorburg, die Hafenbahn, die Industrie sowie den die Stadtteile durchfahrenden Straßen- und Bahnverkehr aufeinander.
2. Es fehlt zudem eine für den Luftreinhalteplan wirksame Messung im Hamburger Süden.

Mehrbelastung durch die geplante A26-Ost

3. Eine Autobahn A26-Ost durch Moorburg und Wilhelmsburg würde eine erhebliche Mehrbelastung bedeuten.

Dies geht bereits aus dem Projektinformationssystem der Bundesregierung zur A26-Ost[2] hervor. Danach steigen durch eine neue Autobahn alle Luftschadstoff-Emissionen (Stickoxid-Emissionen (NOX), Kohlenmonoxid-Emissionen (CO), Kohlenwasserstoff-Emissionen (HC), Feinstaub-Emissionen, Schwefeldioxid-Emissionen (SO2).

Zudem entsteht beim Personenverkehr 61,71 Mio. Pkw-km/a induzierter Verkehr. Das entspricht 21.000 Fahrten auf der Trasse der A26-Ost/Tag. Die A26-Ost bringt also Straßenverkehr in die Stadt – in der Regel Pendlerverkehr in die Innenstadt, der die Luftverunreinigung dort erhöht – den es ohne die A26-Ost gar nicht geben würde oder der sonst die S-Bahn nutzen würde.

Begründet wird die A26-Ost mit dem Containerumschlag, der nach den Prognosen rapide wachsen sollte. Tatsächlich gibt es seit 2007 weder wachsenden Containerumschlag (für 2016 waren 19 Mio. TEU prognostiziert, es waren weniger als 9 Mio.) noch z.B. auf der Köhlbrandbrücke oder Kattwykbrücke wachsenden Hafenverkehr.

Deshalb stelle ich Forderungen für den Luftreinhalteplan:

1. Die A26-Ost darf nicht gebaut werden.

2. Der S-Bahn-Verkehr ist derzeit für viele abschreckend. Er muss sofort qualitativ verbessert werden: Verstärkungslinie S32 zwischen Innenstadt und Harburg, längere Züge, dichterer Takt auch in den Abendzeiten bis Buxtehude und Stade, Verbesserung der Anschlüsse mit Bussen, Sammeltaxis, Fahrradwegen, Schnellreparatur bei Ausfall von Rolltreppen und Aufzügen, Toiletten an den Haltestellen.

Nach dem Gesamtmobilitätskonzept für den Hamburger Süden[3] könnten so bereits 15.000 Fahrten vom motorisierten Straßenverkehr auf die S-Bahn verlagert werden.

3. Konkrete Planung einer U-Bahn, Sicherung der Trasse der Wilhelmsburger Reichsstraße für späteren Bau einer U4 als Hochbahn.

4. Wohnungsbau mit weitgehend autofreiem Wohnen durch Fahrradrouten sowie Anbindung an S- und U-Bahn.

Ich bitte Sie, diese Positionen in die endgültige Fassung des Luftreihalteplans einzuarbeiten.

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