Lieber zu Fuß zum Beten

Akuter Parkplatzmangel – allerdings nicht auf Dauer: Im Oktober will die Ayasofya-Moschee in die Nähe des Krankenhauses Groß Sand umziehen. Dort sei für Parkplätze gesorgt, heißt es. Foto: cvs

Kaum Parkplätze vor der Ayasofya-Moschee
am Vogelhüttendeich

Von Ch. v. Savigny.
Insbesondere an Freitagen herrscht vor der Moschee der Islamischen Gemeinde Wilhelmsburg am Vogelhüttendeich Hochbetrieb: Parkplätze sind rar gesät – wer zur Gebetszeit (12 bis 14 Uhr) seinen Wagen abstellen will, hat oft das Nachsehen.
Die Folge: Jegliche Lücken werden bis aufs letzte ausgenutzt, häufig parken Autos in Einfahrten und auf dem Gehweg. Auch die Nebenstraßen Ilenbrook und Schipperort sind betroffen. Zuweilen parken Autofahrer sogar in der Grünanlage am Ernst-August-Kanal, was Spaziergängern sauer aufstößt.
Die Wilhelmsburger Polizei kümmert sich zurzeit verstärkt um die Parkplatzsituation vor Ort: „Es gibt einfach zu wenig Parkraum“, findet Ingo Schwartz, Leiter der Verkehrsabteilung im Polizeikommissariat (PK) 44. „Wir schätzen, dass die Moschee freitags rund 100 bis 150 Besucher hat. Rechnen Sie mal mit etwa 15 Autos, dann wird es schon kritisch.“
Gerade während der Geschäftszeiten sei das nördliche Reiherstiegviertel stark frequentiert. „Fünf Fahrzeuge zusätzlich kriegen Sie noch unter, mehr nicht“, sagt Schwartz. Nach Auskunft des PK 44 gehen die Beamten jetzt häufiger Streife. „Ich kann nur dazu raten, nicht mit dem Auto zu kommen. Oder Fahrgemeinschaften zu bilden“, so Schwartz abschließend.
Geparkt werden darf am
Vogelhüttendeich – eine Einbahnstraße – auf beiden Seiten. Besondere Parkregelungen bestehen nicht.
Die CDU-Fraktion in der Bezirksversammlung Mitte hatte sich vor einiger Zeit für Anwohnerausweise eingesetzt, um
wenigstens den Bewohnern der Nebenstraßen das Parken zu ermöglichen. „Dies ist leider von der Bezirksverwaltung abgelehnt worden“, sagt Lukas Skwiercz (CDU). Wenig Sinn sieht der Politiker darin, Parkscheinautomaten aufzustellen – wie bereits in der benachbarten Fährstraße geschehen. „Die Autofahrer wollen kein Geld ausgeben und parken stattdessen kreuz und quer oder auch in zweiter Reihe“, hat der CDU-Mann festgestellt. Skwiercz hofft nun darauf, dass das Thema „Anwohnerparken“ wieder
aktuell wird, sobald der Umbau der Veringstraße abgeschlossen ist.
Um das Parken in der Grünanlage zu verhindern, will das Bezirksamt jetzt offenbar Poller und Findlinge an den entsprechenden Stellen platzieren. Der Vorstand der Ayasofya-Moschee wollte sich gegenüber dem Wochenblatt nicht zum Thema äußern.
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