Leben retten als Schulfach

Elektroden aufkleben, Schock abgeben, mit der Herzdruckmassage beginnen: Lehrer Bernhard Schnitter (l.) lässt sich von Chefarzt Dr. Ewald Prokein zeigen, wie ein AED funktioniert. Foto: groß sand

Reanimation macht Schule -
Wilhelmsburger Achtklässler lernen, wie man einen „Defi“ bedient

Von Sabine Langner.
Dr. Ewald Prokein, Chefarzt der Anästhesie und Intensivmedizin im Krankenhaus Groß Sand, hat eine Mission. „Reanimation gehört in die Schulen,“ wird der Mediziner nicht müde zu betonen. Gerade jetzt läuft in Deutschland die Woche der Reanimation. Ein guter Grund für Dr. Ewald Prokein, rund 75 Achtklässler aus verschiedenen Wilhelmsburger Schulen in die Klinik einzuladen und zu zeigen, dass „Leben retten“ kinderleicht sein kann.
Dabei stellte er den Schülern und Lehrern anfangs einen Automatisierten Externen Defibrillator (AED) vor. „Ein AED ist ein speziell für Laienhelfer konzipiertes Gerät, das bei Bedarf über zwei Elektroden einen Schock auslöst. Eine Computerstimme führt den Helfer dann durch alle Schritte der Reanimation“, erklärte der Arzt den gebannt lauschenden Schülern.
Auch wenn kein „Defi“ in der Nähe ist, kann man helfen. „Am besten ihr merkt euch die einfache Faustregel Prüfen-Rufen-Drücken“, erklärte Prokein. Erst wird geprüft, ob der Mensch noch bei Bewusstsein ist. Anschließend wird der Notruf 112 gewählt und dann beginnen am besten zwei Menschen mit der Herzdruckmassage bis der Rettungswagen eintrifft.
„Ich habe irgendwo von einem Achtjährigen gehört, der seinen Opa wiederbelebt hat. Ich dachte erst, dass das nicht stimmen kann, jetzt weiß ich aber, dass es möglich ist,“ zeigte sich ein Junge im Anschluss beeindruckt.
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