Laurens-Janssen-Haus wieder geöffnet

Endlich hat das Laurens-Janssen-Haus wieder für die Bewohner in Kirchdorf Süd geöffnet. Foto: ad

Geld vom Bezirk Mitte sichert Betrieb für ein halbes Jahr

Von Angela Dietz.
Das Laurens-Janssen-Haus des Beschäftigungsträgers passage ist gerettet – zumindest vorerst. Aus einem Überbrückungsfonds der Stadt fließen 163.000 Euro an den Bezirk Mitte. So kann unter anderem das für Kirchdorf Süd so wichtige Haus bis Ende März geöffnet bleiben. Noch im Dezember war es von Schließung bedroht. Der Grund: Massive Kürzungen der Bundesagentur für Arbeit und die Streichung von über 2.000 Arbeitsgelegenheiten in Hamburg.
„Das Geld vom Bezirk sichert uns Miete und Betriebskosten für ein halbes Jahr“, berichtet Birgit Veyhle, Betriebsleiterin des Lauens-Janssen-Hauses. Vorerst geht es bis April mit einer Mini-Besetzung in Schreibservice und Küche weiter. Für die Festangestellten waren schon die Kündigungen ausgesprochen. Nun bleiben zwei von sechs: der Koch und die Betriebsleiterin. Alle Ein-Euro-Jobber fanden inzwischen bei anderen Trägern Unterschlupf. Das Restaurant müssen der Koch, ein Azubi und zwei Ehrenamtliche wuppen.
Kirchdorf Süd hätte mit der Schließung des Laurens-Janssen-Hauses gleich mehrfach verloren: Ein-Euro-Jobs und Qualifizierungsmaßnahmen, das Res-taurant, den Schreibservice, den Second-Hand-Laden und die Beratung. Viele Senioren der benachbarten Wohnanlage nutzen das Restaurant nicht nur zum Essen, sondern auch für soziale Kontakte. „Und beim Schreibservice rennen sie uns die Bude ein“, erzählt Leiterin Veyhle. Doch auch die Chancen für Arbeitslose, durch das Laurens-Janssen-Haus wieder Zugang zum ersten Arbeitsmarkt zu erlangen, sind laut Veyhle gut.
„Die Kuh ist vom Eis“, sagt Anja Keuchel, Wilhelmsburger SPD-Abgeordnete in der Bezirksversammlung. „Das verschafft uns Luft, um nach einer längerfristigen Lösung für die wichtigen Stadtteil-Angebote zu suchen.“ Noch weiß niemand, ob nach der neuen Bewerbungsrunde im Frühjahr wieder ausreichend Arbeitsgelegenheiten zur Verfügung stehen. Weitere Gespräche mit der Sozialbehörde stehen noch an. Vom Sozialsenator wünscht sich die SPD-Frau Angebote, die für den Stadtteil eine Perspektive bieten.
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