Kyoto, Rio, Georgswerder

Auf dem Weg zum Klimagipfel: IBA-Chef Uli Hellweg, Aurubis-Sprecherin Michaela Hessling und Schulsenator Ties Rabe (v.r.) besteigen den Energieberg in Georgswerder. Mit dabei sind die Schüler der Stadtteilschule Wilhelmsburg Gizem, Tamara und Domenic (v.l.). (Foto: pr)

IBA und Schulbehörde planen für 2013 Jugend-Klimakonferenz auf dem Energieberg

Steffen Kozieraz

Der Klimawandel ist ein Riesenthema, dass vor allem junge Leute betrifft. „Und deshalb haben sie auch das Recht auf einen Klimagipfel“, betont Uli Hellweg, Chef der Internationalen Bauausstellung (IBA). Vom 1. bis zum 15. Juni 2013 organisiert die IBA auf dem Energieberg in Georgswerder eine Klimakonferenz für junge Hamburger unter 20 Jahren. Schulsenator Ties Rabe erwartet viele Teilnehmer. „Wir werden an Schulen dafür werben“, sagt er.
IBA-Projektleiterin Simone Weisleder ist gespannt, was den Kindern und Jugendlichen zu den fünf Themenschwerpunkten erneuerbare Energien, Umgang mit Ressourcen, Bauen in der Zukunft, Klimaanpassung und Verkehr einfällt. „Mein Wunsch ist, dass auf dieser Konferenz ganz viel vor Ort passiert“, so Weisleder. Sie sei offen für alle Formate, ob Theater, Musik oder Film. Bis Oktober soll jetzt eine Jury gebildet werden, damit Schulen und anderen Einrichtungen ihre Bewerbungen einreichen und Fördermittel erhalten können.
Domenic von der 9G der Stadtteilschule Wilhelmsburg war bei der Projektpräsentation dabei. Der 15-jährige kann sich vorstellen, mitzumachen. „Ich würde gerne mehr zu diesem Thema herausfinden“, sagt er.
Angesichts der ergebnislosen Klimakonferenzen von Rio und Kopenhagen fragt sich mancher: Ist dieser „Junge Hamburger Klimagipfel“ nicht naiv und völlig wirkungslos? „Nicht wenn wir es schaffen, dass sich die nächste Generation damit auseinandersetzt und neue Ideen entwickelt,“ so Projektleiterin Weisleder. Das beste Beispiel, dass Umweltschäden reparabel seien, gebe schließlich der Veranstaltungsort selber: Vom dioxinverseuchten Deponieberg verwandelte er sich in einen grünen Muster-ort, wo saubere Energie aus Wind, Sonne und Erdwärme produziert wird. Dass mit der Kupferbude Aurubis einer der größten Verbraucher von Kohlestrom Hamburgs als Hauptsponsor auftritt, wirkt widersprüchlich. Doch Unternehmenssprecherin Michaela Hessling betont, dass der Konzern seinen relativen CO2-Ausstoß in den letzten 25 Jahren um 80 Prozent gesenkt habe und sich zudem stets für die Förderung von Jugendlichen im Süderelbraum einsetze.
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