Kirchdorf-Süd: Vorbild für Hamburg

Berta-Kröger-Platz: Über 200 Fünftklässler und Kitakinder hatten vor zwei Jahren bei der Frühjahrsputzaktion „Hamburg räumt auf“ mitgemacht. Insgesamt 138 Säcke Müll kamen damals zusammen.

Senat beschließt neues Reinigungskonzept und orientiert sich am Pilotprojekt Quartiersreinigung in Kirchdorf-Süd

Der Senat hat ein neues Sauberkeitskonzept beschlossen – und sich dabei an Kirchdorf-Süd orientiert. Denn hier klappt es seit Sommer 2011 ganz prima mit der Reinigung von Straßen, Gehwegen und Grünanlagen. Der Grund: Die Stadtreinigung erprobt in Kirchdorf-Süd seit anderthalb Jahren das neu entwickelte Modell der Quartiersreinigung. „Dieses Pilotprojekt war so erfolgreich, dass es zum 1. April auf Quartiere in Billstedt/Horn und Steilshoop ausgedehnt werden soll“, erklärt Kerstin Graupner, Sprecherin der Umweltbehörde.
Vor Beginn der Maßnahme gehörte die Vermüllung des Stadtteils zu den drängendsten Problemen Kirchdorf-Süds: Überall aufgerissene Mülltüten, herumfliegendes Altpapier, herrenlose Einkaufswagen und wild abgestellter Sperrmüll. „Es sah wirklich schlimm aus“ erinnert sich Simon Henze, Koordinator der Projektgruppe Stadtteilpflege Wilhelmsburg, die die Maßnahme aktiv begleitet hat. Heute habe sich die Situation vor Ort deutlich gebessert. „Das haben uns auch Bewohner in einer Befragung etwa ein Jahr nach Beginn der Maßnahme bestätigt“, so Henze.
Wie genau funktiert die Quartiersreinigung? „Die Stadtreinigung übernimmt – unter Beibehaltung der jeweiligen Reinigungszuständigkeiten – die Koordination aller Aktivitäten“, erläutert Behördensprecherin Graupner. Im Klartext: Auch an Stellen, an denen eigentlich die Wohnungsunternehmen für die Reinigung zuständig sind, macht nun die Stadtreinigung (SRHH) sauber. Sogar die ständig zugemüllten Wettern habe man auf diese Weise sauber bekommen. „Auf diese Weise wird eine flächendeckende Reinigung garantiert, über Zuständigkeiten hinweg“, so Henze. Viele dieser Straßen wurden im April 2012 offiziell ins Wegereinigungsverzeichnis aufgenommen.
Zum Konzept der Quartiersreinigung gehört außerdem die stärkere Zusammenarbeit mit den Akteuren vor Ort – wie der Projektgruppe Stadtteilpflege Wilhelmsburg und den Wohnungsunternehmen. So hat die Saga Sammelstellen für Sperrmüll eingerichtet. Henze: „Das Problem mit dem wilden Sperrmüll hat sich verbessert.“

Parallel zu den neuen Maßnahmen werden bewährte fortgeführt. Das betrifft etwa die Telefon-Hotline „Saubere Stadt“ (S 25 76-11 11), die Frühjahrsputzaktion „Hamburg räumt auf“, die in diesem Jahr vom 18. bis 27. März stattfindet, oder die Kümmerer, die in bestimmten Stadtgebieten zur Beseitigung von Verschmutzungen eingesetzt werden, egal wer dort jeweils zuständig ist.
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