Kahlschlag im Hauland

Vorher: 2010 war die Straße Hauland noch eine von Linden gesäumte Kopfsteinpflaster-Allee. (Foto: Karl Grobelny)

In der malerischen Straße wurden fast alle Bäume gefällt

Mit ihrem Kopfsteinpflaster und den vielen Linden war die kleine Straße „Hauland“ entlang der Wilhelmsburger Reichsstraße früher sehr schön, erinnert sich Karl Grobelny. Das ist Vergangenheit. „Für die igs wurden die Pflastersteine über-asphaltiert – da wars nicht mehr so schön romantisch. Und jetzt sind auch noch fast alle Bäume weg“, sagt Grobelny entsetzt. Er lebt in Kirchdorf-Süd und geht gerne im Hauland spazieren. „Vor ein paar Monaten haben wir in diesem idyllischen Dreieck zwischen Kornweide, Reichsstraße und Hafenbahndamm noch zwei junge Füchse vor ihrem Bau beobachten können, und dazu haben die Vögel gezwitschert“, erinnert sich Grobelny traurig. Damit ist es nun vorbei.
Doch warum wurden die Bäume so radikal abgeholzt? Sie müssen weichen, um Platz zu machen für die Verlegung der Wilhelmsburger Reichsstraße. „Im Bereich Hauland werden Baumfällungen längs des Bahndammes vorgenommen, damit hier Baufreiheit für den Brückenbau entsteht. Durch den Bahndamm soll später die umverlegte Wilhelmsburger Reichsstraße führen“, erklärt Etta Weiner von der Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH (Deges), die die Arbeiten ausführt. Die Bahnbrücke werde gebaut, damit die Reichsstraße unter den Gleisen durch den alten Damm geführt werden könne.
Eine Genehmigung für die aktuellen Fällungen brauchte die Deges laut Bezirksamt nicht. Sie sind im Planfeststellungsbeschluss bereits geregelt. Insgesamt sind nach Angaben der Deges in dem Bereich Hauland und auf dem Gebiet des Kleingartenvereins weiter südlich rund 245 Bäume gefällt worden, wobei zwei einen Durchmesser von 75 Zentimetern hatten. Für die Fällungen sind laut Deges zu einem späteren Zeitpunkt Ausgleichsmaßnahmen geplant, auch das regelt der Planfeststellungsbeschluss.
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