Jetzt kann geschleust werden

Die neue Ernst-August-Schleuse am Klütjenfelder Hauptdeich schließt die Kammer mit zwei imposanten Hubtoren. In der dahinterliegenden Schaltzentrale mit der grünlichen Glasfront sitzt der „Schleusenwärter“. Foto: ad

Neubau der Ernst-August-Schleuse fertig – 500 Schleusungen pro Jahr

von Angela Dietz

Die Elbinsel hat eine neue Schleuse. Nach gut zwei Jahren Bauzeit hoben sich vergangene Woche die riesigen Hubtore der Ernst-August-Schleuse im Beisein von Holger Lange, Staatsrat der Umweltbehörde, und Jens Meier, Chef der Hamburg Port Authority (HPA), zum ersten Mal offiziell. 26 Millionen Euro hat die HPA in den Neubau investiert. Die Ernst-August-Schleuse verbindet den gleichnamigen Kanal mit dem Spreehafen.
Die neue Schleuse schließt den Deichring der Elbinsel und ist der aktuellen Hochwasserschutzlinie von 8,10 Meter über Normalnull angepasst. Damit ist nicht nur eine wesentliche Stelle im Hochwasserschutz für die Insel technisch auf Vordermann gebracht worden. Gleichzeitig sorgt die neue ­– wie die alte auch – für den Ausgleich des tidebedingten Höhenunterschieds zwischen Elbe und Ernst-August-Kanal. Ohne Schleusung wäre es für Freizeitschiffer, Barkassen und Arbeitsschiffe kaum möglich, den Kanal zu nutzen. Einige Abschnitte des Kanalsystems werden so außerdem be- oder entwässert.
„Die neue Ernst-August-Schleuse zeigt, dass es möglich ist, Anforderungen der Stadtentwicklung, des Hochwasserschutzes und des Hafens miteinander in Einklang zu bringen, wenn alle an einem Strang ziehen“, betonte HPA-Geschäftsführer Jens Meier. „Schleusen stellen wichtige Verbindungspunkte auf Wasserwegen dar und sind im Hafen für den Hochwasserschutz unersetzlich.“ Es ist das erste Mal, dass die HPA Hubtore einsetzt. Der Vorteil: Auch bei extremem Hochwasser können sie durch ihr pures Eigengewicht geschlossen werden.
Das neue, moderne Betriebsgebäude und die Umgebung wurden von Architekten gestaltet. Aktuell wird rund 500 Mal im Jahr geschleust. Im Zuge der IBA und der igs wird 2013 mit einem Anstieg gerechnet. Nach Fertigstellung des Anlegers am Bürgerhaus können Barkassen von dort über die Elbe bis zur Alster schippern.
Notwendig geworden war der Neubau, weil die alte Ernst-August-Schleuse von 1930 zu marode für eine Instandsetzung war. Bis Mitte 2012 soll die alte, 100 Meter weiter westlich gelegene Schleuse abgebrochen und teilweise verfüllt werden.
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