Inselpark - Taxis bitte draußen bleiben

Zufahrt verboten: Christine Wolfram ist sauer, dass das Taxi nicht durchgelassen wurde. (Foto: Christopher von Savigny)

Gartenschau verweigert Zufahrt zum Inselpark – Kleingärtner müssen zu Fuß gehen

von Christopher von Savigny, Wilhelmsburg
Nach einem zünftigen Beisammensein freut man sich darauf, mit dem Auto nach Hause chauffiert zu werden. Einige Gäste des diesjährigen Grünkohlessens in der Kleingartenkolonie „Am Bracksee“ mussten auf ihre Mitfahrgelegenheit allerdings verzichten – unfreiwillig. Grund: Der Wachdienst am ehemaligen Haupteingang der Internationalen Gartenschau (igs) hatte das bestellte Taxi nicht durchgelassen – obwohl die Veranstaltung ordnungsgemäß angemeldet war. Die Folge: Etliche Teilnehmer, darunter eine gehbehinderte Frau, mussten die rund zwei Kilometer lange Strecke bis zum Eingang an der Neuenfelder Straße zu Fuß zurücklegen. Christine Wolfram, Kleingärtnerin und Mitinitiatorin, findet das unmöglich: „Ein Skandal!“, sagt sie.
Mitte Oktober hatte die igs ihre Pforten dicht gemacht, seither nennt sich das rund 100 Hektar große Gelände „Inselpark“. Derzeit wird das Areal für die Allgemeinheit hergerichtet. Bis Sommer 2014 sollen die Bauarbeiten dauern, so lange bleibt auch der Zaun noch stehen. Eingänge befinden sich in der Nähe des S-Bahnhofs Wilhelmsburg (Neuenfelder Straße), an der Georg-Wilhelm-Straße, sowie an der Straße Hauland. Weiterhin existiert eine Fußgängerbrücke, die Kirchdorf mit dem Inselpark verbindet. Nach 20 Uhr bleibt der Park für Pkw geschlossen.
Verzwickt ist insbesondere die Situation der Kleingärtner, deren Parzellen mitten auf dem Gelände liegen. Während der Gartenschau mussten die Laubenpieper immer einen Ausweis vorzeigen, der zum Betreten des Geländes berechtigte. Dass das Taxi in diesem Fall draußen bleiben muss-te, ist auch der igs unangenehm. „Offensichtlich gab es ein Kommunikationsproblem mit dem Sicherheitsdienst“, sagt Sprecherin Karin Gaedicke. Denn an sich sollten die Kleingärtner die Möglichkeit haben, „zu jeder Tages- und Nachtzeit“ zu ihren Gärten gelangen zu können. „Woran es in diesem Fall gelegen hat, kann ich nachträglich nicht mehr in Erfahrung bringen“, so Gaedicke.
Um Klarheit zu bekommen, hat Christine Wolfram, die für die Linke im Regionalauschuss sitzt, eine Anfrage an die Bezirksverwaltung gestartet. „Damit so etwas nicht noch einmal passiert, habe ich mir die Telefonnummer des Wachdienstes besorgt“, berichtet sie.
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