Im Kanu durch Wilhelmsburg

Kanukurs für Wilhelmsburg: die Projektleitung, bestehend aus Torsten Strampe, Marina Zöfeld und Käthe Fromm (r.). Foto: cvs

Stadt baut Rundkurs durchs Gartenschaugelände – Fertigstellung 2013

Von Christopher von Savigny.
Die Elbinsel auf dem Wasserweg erkunden – das soll ab Frühjahr nächsten Jahres möglich sein: Schon jetzt wird östlich der Wilhelmsburger Reichsstraße kräftig gegraben. Dort baut die Stadt Hamburg einen Wassergraben, der den Rathausteich am Bürgerhaus mit dem Kuckucksteich im künftigen Gartenschaugelände verbindet. Über die bereits bestehende Rathauswettern ergibt sich eine Rundstrecke, die über Kükenbrack und Mahlbusen wieder zurück zur Mengestraße führt. Die Eröffnung des etwa 2,5 Kilometer langen Rundkurses ist für April 2013 geplant.
Künftig können Kanufans ihr Boot am Bürgerhaus zu Wasser lassen und anschließend dem ehemaligen Gert-Schwämmle-Weg folgend in Richtung Gartenschau (igs) paddeln. Der Kanal ist 75 Zentimeter tief und zwischen fünf und 7,5 Meter breit. Am Eingang der igs durchquert man ein großes Rückhaltebecken, in dem gerade die „Water Houses“ der Internationalen Bauausstellung (IBA) entstehen. Später folgt ein kleines Wehr, dort muss man das Kanu kurzzeitig tragen. Parallel zur Kanustrecke verläuft ein Spazierweg.
Streng genommen handelt es sich bei der neuen Wasserstraße „bloß“ um eine Nebenprodukt: Weil in der Nähe des igs-Eingangs an der Neuenfelder Straße gerade etliche Neubauten in die Höhe schießen, muss sowieso ein Entwässerungsgraben gezogen werden. Dies nutzt der zuständige Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG), um neue Freizeitmöglichkeiten zu schaffen. „Die schwierigsten Abschnitte sind die drei Tunnel, die unter der Wilhelmsburger Reichsstraße, der Dratelnstraße und der Neuenfelder Straße verlaufen“, erklärt LSBG-Projektleiterin Käthe Fromm. Nach der Erweiterung des Aßmannkanals (für die Barkassenanbindung), dem Umbau der Neuenfelder Straße und dem Neubau der Fußgängerbrücke über die S-Bahn-Gleise bildet der Kanukurs die viertgrößte Baumaßnahme des LSBG im Rahmen der Gartenschau. Die Kosten liegen bei 9,5 Millionen Euro.
Besonders viel Aufwand erfordert die Unterquerung der Dratelnstraße: Deshalb wird der Verkehr während der Arbeiten, die bis September andauern sollen, über den Parkplatz des Schwimmbads umgeleitet.
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