Im Frühjahr wird hier Brot gebacken

Ein lütter Köm zum Richtfest: Peter Becker, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Bäckerhandwerks, Carsten Schmidt vom Mühlenverein und Gotffried Eich (IBA) v.l. stießen auf das neue Backhaus an. (Foto: sd)

Nach schwieriger Bauphase feierte das Mühlen-Backhaus Richtfest

von Sabine Deh

Trotz trüben Novemberwetters war der Platz vor der Mühle Johanna voller Menschen. Alle waren gekommen, um Richtfest für das neue Backhaus zu feiern. „Was wir während der Bauphase erlebt haben, war fast wie eine Elbphilharmonie in klein“, schmunzelte Carsten Schmidt, Vorsitzender des Mühlenvereins.
Mit den Planungen für den Neubau begann der Verein bereits im Jahre 2002. Bauingenieur Rolf Petersen, der seinen Arbeitseinsatz als Spende verbuchte, musste allerdings vier Entwürfe vorlegen, bevor das zuständige Bauamt am Ende doch für den
ersten grünes Licht gab. An den Baukosten in Höhe von rund 200.000 Euro beteiligte sich die Stadtentwicklungsbehörde mit 20.000 Euro, die IBA steuerte 54.000 Euro bei.
Im März kommenden Jahres soll das neue Schmuckstück mit einem zünftigen Backtag eingeweiht werden. Mit Blick auf die bereits vorhandene Architektur der im Jahre 1875 gebauten Windmühle Johanna und des gegenüberliegenden Müllerhauses wird auch das 60 Quadratmeter große Backhaus mit roten Ziegelsteinfächern und einem Satteldach gebaut. Peter Becker, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Bäckerhandwerks und Schirmherr des Projektes „Backhaus“, beriet den Mühlenverein bei der Frage, welcher Backofen der geeignetste sei. Wertvolle Tipps und Hilfe beim späteren Aufbau des mit Holz befeuerten Ofens aus Lehm und Schamottsteinen gab und gibt es außerdem von den Freunden des Vereins Agathenburger Back-ofenfreunde, die auch zahlreich auf dem Richtfest vertreten waren. Gemeinsam mit den Wilhelmsburgern stießen sie mit einem lütten Köm auf den freudigen Anlass an.
„Das Backhaus soll ganz in der Tradition und Geschichte der alten Mühle das Backhandwerk wiederbeleben und ein wesentlicher Bestandteil unseres Mühlenmuseums werden“, so Cars-ten Schmidt. Neben Vorführungen der Getreidevermahlung sind regelmäßige Backtage geplant. Besucher können unter Anleitung eines Bäckermeisters Brot backen. Außerdem soll das neue Backhaus für Ausbildungszwecke genutzt werden.
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Eva Maria Schnoor aus Wilhelmsburg | 25.11.2012 | 09:55  
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