Im Einsatz für die Natur

Wie ist ein Deich aufgebaut? Im Garten des Infozentrums kann man eine Wasserschutzanlage im Querschnitt begutachten. Foto: cvs

Zehn Jahre Elbe-Tidenauenzentrum: Am Sonntag, 17. Juli, wird gefeiert!

Von Ch. v. Savigny.
„Was kann man dem Fluss Gutes tun?“ Für Kai Schmille, Geschäftsführer der Gesellschaft für ökologische Planung (GÖP), ist es vielleicht diese eine Frage, die das Aufgabengebiet seiner Organisation am Besten umschreibt. Natur schützen und sich für ihre Rechte einsetzen. Natur erlebbar machen: Letztere Aufgabe übernimmt seit mittlerweile zehn Jahren das Elbe-Tidenauenzentrum in Moorwerder. Am Sonntag, 17. Juli, lädt die GÖP zum Mitfeiern ein.
Untergekommen ist das Elbe-Tidenauenzentrum in einer ehemaligen Stackmeisterei an der Bunthäuser Spitze. Eine Ausstellung sowie eine Naturerlebnisfläche im Außenbereich informieren über die Süßwasser-Tideauen der Elbe. Schwerpunkte sind hierbei die sehr seltene Fauna und Flora der Umgebung – einschließlich der weltweit nur hier vorkommenden Arten des Schierlings-Wasserfenchels und der Wibels Schmile.
Infos bekommt man auch zu Naturschutzgebieten (NSG) und zu Themen wie Rückdeichung und Elbausbau. Schautafeln und lebensechte Modelle bieten Orientierung. Im rückwärtig gelegenen Garten können Besucher das Leben im Gartenteich verfolgen. Im Sommer und Herbst werden gemeinsam Kirschen, Äpfel und Pflaumen geerntet und verarbeitet.

Bis zu elf Ausflüge pro
Wochenende im Angebot

Als das Zentrum eröffnet wurde, hatte man noch nicht mit so viel Andrang gerechnet: „Wir haben etwa 8.500 Besucher im Jahr“, so Schmille. „An manchen Wochenenden platzen wir aus allen Nähten.“
Viele der Besucher kommen extra wegen der Exkursionen – etwa ins nahegelegene NSG Heuckenlock. Bis zu elf Ausflüge pro Wochenende bietet das Tideauenzentrum an. Teilweise werden diese Aufgaben von FÖJlern (Freiwilliges Ökologisches Jahr) oder „Bufdis“ (Bundesfreiwilligendienst) übernommen. Die GÖP, die hamburgweit zwölf NSG betreut, muss mit einem vergleichsweise geringen Budget von 100.000 Euro pro Jahr auskommen. Von der Umweltbehörde gibt es einen Zuschuss.
Künftig möchte die Ausstellung noch mehr in Bildung für nachhaltige Entwicklung investieren. „Das heißt zum Beispiel, dass wir mit den Kindern nicht nur Keschern gehen, sondern auch überlegen: Wie steht es um die Wasserqualität? Welchen Einfluss hat die Umwelt, die Industrie und so weiter“, erklärt Lena Pohle, Leiterin des Infozentrums.

Geburtstagsfeier
am Sonntag, 17. Juli, ab 11 Uhr im Elbe-Tidenauenzentrum Bunthaus, Moorwerder Hauptdeich 33: Auf dem Programm stehen Wasserexperimente, Keschern im Gartenteich, sowie Rundgänge durch die Ausstellung. Für Kaffee und selbstgebackenen Kuchen ist gesorgt. Infos: Tel 75 06 28 31.
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