igs: Mit neuen Rabatten in die Rabatten

Ab sofort können Besucher mit ihrem Ticket beliebig lange in der Monorailbahn ihre Runden drehen. Bislang war für 7,50 Euro nur eine Runde erlaubt.

Zu wenig Besucher: Internationale Gartenschau senkt die Preise

Halbzeit bei der internationalen Gartenschau (igs): Die Besucherzahlen sind zwar merklich angestiegen, doch vom erhofften Besucherandrang kann keine Rede sein. Mit rund 7.200 Gästen täglich bleibt die igs weit hinter den Erwartungen zurück. Den oft kritisierten hohen Eintrittspreis von 21 Euro wollen die Veranstalter trotzdem nicht senken, werben stattdessen mit neuen Rabattaktionen.
Nach dem ermäßigten Oma-Opa-Enkel-Ticket, der Feier-abendkarte für neun Euro ab 17 Uhr und den Vergünstigungen für HVV-, ADAC-, Bücherhallen- und Budni-Kunden wurde jetzt der Preis für die Dauerkarte um die Hälfte gesenkt. Für einmalig 50 Euro kann nun jeder für die verbleibenden neuneinhalb Wochen täglich aufs Gelände gehen. Außerdem wird die Fahrt mit der beliebten Monorailbahn günstiger: Für 7,50 Euro konnten Besucher bisher nur eine Runde drehen. Jetzt kann man mit dem Ticket so oft ein- und aussteigen, wie man möchte.
Der CDU gehen die Rabattaktionen nicht weit genug. „Der Senat muss jetzt kurzfristig das Ruder rumreißen und die Preise senken“, fordert der Bürgerschaftsabgeordnete Klaus-Peter Hesse. Der CDUler schlägt 15 Euro für eine Tageskarte sowie attraktivere Ermäßigungen für Familien und Gruppen vor. Außerdem müsse die Stadt dringend mehr Werbung für die Veranstaltung machen. Hesse: „Es kann nicht sein, dass die internationale Gartenschau in Hamburg stattfindet und außer Wilhelmsburg der Rest der Stadt davon nichts mitbekommt.“
Rund 650.000 Besucher haben sich seit der Eröffnung im April die Gartenschau angesehen. Die Veranstalter hatten ursprünglich mit vier mal so vielen Besuchern gerechnet. Später wurde die Zielmarke von 2,5 auf zwei Millionen gesenkt, doch auch diese Zahl ist kaum noch zu schaffen. Rund 70 Millionen Euro hat die Stadt in die dauerhafte Nutzung des Parks investiert, zusätzliche 50 Millionen Euro Betriebskosten sollen über Eintrittsgelder refinanziert werden. Geht die Rechnung nicht auf, muss der Steuerzahler das Defizit ausgleichen.
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Rico Bermann aus Kirchdorf | 11.08.2013 | 12:04  
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