Hybrid House: Geht nicht gibts nicht

Architektin Gudrun Sack vom Architekturbüro Nägeliarchitekten mit der IBA-Plakette vor dem ersten Hybrid House Hamburgs. Foto: pr

Erstes IBA-Haus fertig: In null Komma nix wird das Büro zur Wohnung

Hamburgs erstes Hybrid House ist einzugsfertig. Von außen sieht der Neubau an der Neuenfelder Straße mit seinen beige-braun-grünen Bundeswehr-Tarnfarben zwar etwas gewöhnungsbedürfig aus, von innen aber überzeugt das Gebäude als echtes Raumwunder: in null Komma nix lässt sich Büroraum in Wohnraum verwandeln. Das ist pfiffig, denn wenn die Mitarbeiter der internationalen Gartenschau (igs), die in Kürze hier einziehen, Wilhelmsburg Ende 2013 verlassen, können die Büros problemlos – ohne große bauliche Veränderungen – umgenutzt werden.
Das Hybridhaus ist das erste fertige Projekt der Internationalen Bauausstellung (IBA). Inverstitionsvolumen: fünf Millionen Euro. Der Ausdruck „hybrid“ kommt aus dem Griechischen und lässt sich mit „gemischt“ übersetzen. Zu diesem Mix gehören: die auf Nachhaltigkeit ausgelegte Mischbauweise aus Holz und Beton, der Energiemix aus Sonnenenergie und Erdwärme und vor allem die flexible Nutzung der Innenräume. In den zwölf 120-Quadratmeter-Apartments wird gewohnt und gearbeitet, die Räume passen sich den jeweiligen Anforderungen an. Möglich wird das durch das multifunktionale Bau-Konzept mit flexiblen Leichtbauwänden und zahlreichen Anschlussmöglichkeiten für Küche, Bad und WC. „Das Hybrid House eignet sich durch seine Flexibilität ideal für junge Selbstständige, die unter einem Dach wohnen und arbeiten möchten“, erläutert Architektin Gudrun Sack.
Die offizielle Einweihung ist für den 9. Oktober geplant. Einen Großteil der Innenräume wird die igs als Büro- und Ausstellungsfläche nutzen, außerdem ist ein Apartment bereits als Wohnung vermietet, ein weiteres noch vakant. 2014 sollen dann alle Apartments neu vermietet werden. Allerdings: Der Quadratmeterpreis ist mit zwölf Euro kalt nicht gerade ein Schnäppchen.
Für das erste von insgesamt drei hybriden Häusern, die in Wilhelmsburgs neuer Mitte entstehen werden, überreichte IBA-Geschäftsführer Uli Hellweg dem Bauunternehmer Stefan Wulff und der Architektin Gudrun Sack die erste IBA-Plakette: Das Bronzerelief mit IBA-Logo wird in Zukunft alle fertiggestellten IBA-Projekte zieren.
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