Hinter dem Bauzaun

Diese überdimensionalen Streichhölzer gehören zur Welt der Bewegung. (Foto: Claudia Pittelkow)

Internationale Gartenschau gewährt einen Blick auf die Baustelle

von Claudia Pittelkow, wilhelmsburg
Noch scheint halb Wilhelmsburg eine einzige Baustelle zu sein, doch in weniger als fünf Monaten eröffnet die internationale Gartenschau 2013 ihre Pforten. Dem Wochenblatt wurde schon jetzt ein Blick hinter den Bauzaun gestattet. Was bereits deutlich zu erkennen ist: Die Ausstellung hat mit einer langweiligen Blümchenschau für Rentner – so das landläufige Image von Gartenschauen – nicht mehr viel gemein.
Zwar heißt die Austellung ganz botanisch „In 80 Gärten um die Welt”, im Mittelpunkt steht aber unübersehbar das Thema Bewegung. Hat man den Haupteingang an der Neuenfelder Straße und die beiden Blumenhallen passiert, ist man bereits mittendrin im bewegten Geschehen: Links das neue Schwimmbad, rechts Kletterhalle, Multifunktionsfeld, Skater- und Bouleplatz, dann kommt auch schon der Hochseilgarten. Natürlich ist dazwischen auch für Erholung gesorgt, doch selbst das Ausruhen hat hier irgendetwas mit Bewegung zu tun, etwa im Yoga- und Entspannungsgarten oder im „Sit down“-Garten. Überhaupt: Der Begriff Garten ist auf der igs weit gefasst. „In der Welt der Bewegung, wie dieser Teil der Ausstellung heißt, ist ein Garten eben nicht nur ein Garten“, erklärt igs-Sprecherin Andrea Ubben schmunzelnd.
Weiter südlich gehts zur Welt der Kulturen, durch bestehende Kleingärten hindurch zu fünf künstlich angelegten Kulturlandschaften wie etwa der Lüneburger Heide, wo im nächsten Jahr das Erikakraut erblüht. Durch sieben Erlebniswelten reisen die Besucher in 80 Gärten um die Welt, durch die fünf Kontinente, zu den großen Weltreligionen, in die Häfen dieser Erde. Die Blumenschauen greifen diese Idee auf und kehren sie um: Auch exotische Pflanzen, die über die Weltmeere schon lange Einzug in deutschen Gärten gehalten haben, sind zu bestaunen. Davon ist zurzeit natürlich noch nicht viel zu sehen. „Aber wir haben alle Blumenzwiebeln vor dem ersten Frost unter die Erde gebracht“, so igs-Sprecherin Ubben.
So werden also auch Stammgäste von Bundes- und Landesgartenschauen auf ihre Kosten kommen, denn für florale Höhepunkte ist gesorgt.
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