Hightech-Blockhütte für Wilhelmsburg

Hier wird der Grundstein gelegt: v.l. IBA-Geschäftsführer Uli Hellweg, Bezirksamtsleiter Mitte Markus Schreiber, Geschäftsführer des Hamburger Landesverbandes der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) Rüdiger Kruse, ein Bauarbeiter, Architekt Andreas Heller und der Vorsitzende der SDW Wolfgang Pages.

Grundstein für „Haus des Waldes“ am IBA-Eingang gelegt

Während der Grundsteinlegung ist bei Andreas Heller große Freude. Der Architekt ist dankbar, dass er an diesem wirklich besondere Bauwerk beteiligt ist. „Ich habe das wunderbare Gefühl, das alle dieses Haus wirklich wollen, und im November ist hier Richtfest“, freut sich Heller.
Doch was ist so speziell an diesem Gebäude, dass auf dem Gelände zwischen S-Bahn-Trasse und Wilhelmsburger Reichsstraße zum Eingangsensemble der IBA gehören wird? Zum einen das Baumaterial: Auf zwei Betongeschosse kommt noch mal ein dreistöckiges Hotel komplett aus Holz oben drauf, was brandschutztechnisch sehr kompliziert sei. Der zweite Clou ist die Energieversorgung. Dazu Heller: „Der Primärenergieverbrauch liegt 50 Prozent unter der Energieeinsparverordnung. Das ist für ein multifunktionales Gebäude in Deutschland einzigartig!“ Hierzu wurden bereits 100 Stützpfähle tief ins Erdreich getrieben. Diese transportieren im Winter die Wärme und im Sommer die Kühle der tiefen Bodensschichten in die Zimmer – kurz Geothermie genannt. Eine starke Dämmung und Solarzellen sind für ein IBA-Haus kaum noch erwähnenswert.
Umso interessanter ist die Nutzung des Hauses durch die „Schutzgemeinschaft Deutscher Wald“ (SDW). Dazu deren Vorsitzender Wolfgang Pages: „Mit dem ‚Haus des Waldes’ wollen wir Umweltpädagogik auch auf Erwachsene ausweiten. Dazu werden wir hier Seminare anbieten und damit die Menschen für den Umweltschutz sensibilisieren.“ Es mag sich Manchem die Frage stellen, ob ein Haus zum Schutz des Waldes nicht besser im Wald stünde, anstatt auf einer Ausstellungsfläche, für die etliche Bäume fallen mussten. IBA-Geschäftsführer Uli Hellwig findet Argumente für Wilhelmsburg als passender Standort und meint: Auf der Elbinsel gäbe es alle möglichen Kulturland- und Waldformen, sogar den seltenen Tideauenwald. Andreas Heller sieht es als gutes Zeichen, dass sein Holzhaus in der Stadt steht, denn das Thema „Urban Forest“ (auf deutsch: Stadtwald), wird auch auf der im Untergeschoss befindlichen Dauerausstellung gezeigt werden. Außerdem werde dieses Haus ein begrüntes Dach und eingesetzte Nester haben, in denen Tiere wohnen.
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