Hier trifft sich Kirchdorf-Süd

Barbara Kopf leitet die Einrichtung seit 20 Jahren und fühlt sich „pudelwohl“ in Kirchdorf-Süd.

Am Freitag, 4. Juli, feiert das Freitzeithaus sein 20-jähriges Bestehen

Das Haus ist ganz aus Holz und Backstein gebaut, auf seinem Dach wachsen Gras und Blumen. Architektin Roswitha Düsterhof hat für den Bau des Freizeithauses Kirchdorf-Süd mit Bedacht Naturmaterialien gewählt. Es es sollte ganz anders aussehen, als die Betonlandschaften der Hochhaussiedlung nebenan. Auch im Inneren. Seine Räume sind groß und hell, bieten den Bewohnern der Siedlung vor allem das, was sie in ihren kleinen Mietwohnungen vermissen: viel Platz zum Feiern. Vor 20 Jahren wurde das Freizeithaus auf Wunsch der Menschen in Kirchdorf-Süd gebaut, am Freitag, 4. Juli, wird der runde Geburtstag ab 11 Uhr mit Nutzern, Wegbegleitern, Bewohnern der Siedlung und Unterstützern aus Kultur, Politik und Verwaltung gefeiert.
Beim großen Jubiläumsempfang gibt es einen weiteren Grund, um anzustoßen: Ebenfalls vor zwei Jahrzehnten übernahm Barbara Kopf, damals frisch mit dem Soziologie-Studium fertig, die Leitung der Nachbarschaftseinrichtung und startete hier ihr Berufsleben. Seitdem ist das Freizeithaus Kopfs zweites Zuhause. Sie freut sich, dass die Bewohner der Siedlung das Haus so gut angenommen haben. Die Vermietung der Party-Räume klappt super, das Kursangebot wird gut angenommen. „Alle halten sich an die Regeln und nehmen Rücksicht aufeinander“, sagt Kopf zufrieden.
Lässt sie die letzten 20 Jahre Revue passieren, sprudeln unzählige Anekdoten aus ihr heraus. Zum Beispiel, wie sie mitten in einer Generalprobe der Theatergruppe mit Bart und Hut als Rumpelstilzchen verkleidet ins Büro flitzen musste, um sich um die Partyraum-Vermietung zu kümmern. „Die Leute müssen gedacht haben, ich bin bescheuert“, sagt die quirlige 54-Jährige lachend.
Die Leiterin der Einrichtung schätzt die geradezu dörflichen Strukturen in Kirchdorf-Süd und seine Naturnähe. Sie will das Quartier noch mehr in das Bewusstsein der Wilhelmsburger bringen. „Hier gibt es viele Probleme, aber auch viel Potenzial und viel Gutes“, sagt sie. „Ich fühle mich hier pudelwohl.“
Träger des Freizeithauses ist der Verein Quartier. Finanziert wird es unter anderem über einen Betrag, den alle Bewohner der Siedlung mit ihren Betriebskosten zahlen. Zudem gibt es Geld vom Bezirksamt Mitte.
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